Mächtig in Schwung kamen die Aktienkurse in der vergangenen Woche. Die Konsolidierungsphase dauerte nicht lange. Zwar nutzte der Berufshandel größere Kurssprünge zu Gewinnmitnahmen Trotzdem zogen die Kurse weiter an. Kauforders aus dem Ausland, vor allem von Schweizer Banken sorgten für eine Bombenstimmung. Ein Blick auf die nebenstehende Tabelle zeigt, daß fast alle Werte kräftig anzogen. Herausragend waren vor allen die Bewegungen in den Spezial- und Regionalmärkten, an denen besonders Bauwerke und Textilaktien große Beachtung fanden.

Liquidität ist das Motto an den Börsen. Sinkende Zinsen bringen steigende Kurse. Wer noch nicht in Aktien eingestiegen ist, wird dazu nahezu gezwungen. Festgelder, für die es vor einem Jahr noch Traumzinsen von mehr als elf Prozent gab, bringen zur Zeit kaum noch sechs Prozent. Bei vielen Banken und Sparkassen liegen die Zinssätze für Spareinlagen mit einem Jahr Kündigungsfrist bei 6,5 oder weniger Prozent.

Interessantes unter den Zinspapieren ist nur noch bei älteren Sparbriefen zu finden. Hier locken in der Tat noch einige, die bei Laufzeiten von vier bis sechs Jahren ohne Kursrisiko mehr als acht Prozent bringen. Allerdings sind das Renditen, die bei anhaltender Börsenhausse am Aktienmarkt in wesentlich kürzerer Zeit erzielt werden können. jfr