Ein bisher nur in Amerika heimischer Pflanzenschädling, die Platanen-Netzwanze, scheint sich auch nach Europa auszubreiten. Sie wurde vor zehn Jahren in einzelnen Fällen in Norditalien vorgefunden, hat sich aber anscheinend über ganz Ober- und Mittelitalien verbreitet und ist wahrscheinlich von dort nach Jugoslawien gewandert. Auch nach Mitteleuropa könnte sie kommen, denn sie haftet an, Kleidern und Fahrzeugen. An den Platanen verursachen die schädlichen Insekten Einstiche auf den Blättern. Nach und nach bilden sich weiße Zonen im Laub.

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Die Poliomyelitis, die Kinderlähmung, wurde oft für eine Zivilisationskrankheit gehalten. Das stimmt nach neuesten Forschungen nicht. Sorgfältige epidemiologische Untersuchungen haben ergeben, daß im Jahre 1936 Indianer in unwegsamen und von der Kultur unberührten Landstrichen Brasiliens von einer Polio-Epidemie heimgesucht wurden.

Auf der Suche nach neuen Energiequellen sind Forscher einer Arbeitsgruppe an der Universität von Connecticut auf den osmotischen Druck gestoßen, mit dessen Hilfe auch die Pflanze die Flüssigkeit von den Wurzeln in die Blätter transportiert. Sie wollen in Flußmündungen Werke bauen, die die unterschiedliche Salzkonzentration von Meeres- und Flußwasser ausnutzen. Ein Teil des Flußwassers wird in einen Tank mit einer halbdurchlässigen, semiparmeablen Membran geleitet. Daneben wird ein turmartiges Gebäude errichtet, das Meerwasser enthält. Da durch die Membran das Süßwasser in den Meerwasserbehälter hineinströmt, wird dieser immer voller und läuft schließlich über. Das überlaufende Wasser treibt eine Pumpe, die neues Meerwasser in den Tank hebt und außerdem über dasselbe Wasserrad einen Generator in Bewegung setzt. Bei genügend großer Fläche soll die Ausbeute an elektrischer Energie beträchtlich sein.

Belgische Hochleistungssportler essen, wie jetzt eine Untersuchung zeigte, zuviel Eiweiß und erheblich zuviel weißen Zucker. Dagegen wurde die weit über der Norm liegende Kalorienzufuhr durch die starke körperliche Behandlung ausgeglichen. Der Mangel an frischem Obst und Gemüse in der Nahrung bewirkte bei vielen der Untersuchten einen Mangel an Eisen im Blut und eine zu geringe Zahl roter Blutkörperchen. Die Ärzte, die die Studie durchführten, raten zu Eisengaben vor allem in der Zeit des harten Trainings.

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Manchen Zigarettenrauchern wird empfohlen, auf die Zigarre oder die Pfeife umzusteigen. Jetzt hat eine Arbeitsgruppe an der Universität Bern, Institut für Vorsorgemedizin, ermittelt, daß dieser Rat wenig Sinn hat: Ehemalige Zigarettenraucher inhalieren in den meisten Fällen auch den Zigarren- oder Pfeifenrauch; meist sind sie sich dessen gar nicht bewußt. Pfeifenraucher leiden häufiger unter Lippenkrebs, Zigarrenraucher an Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs.