Im vergangenen Jahr sparten die Deutschen 14,5 Milliarden Mark mehr als 1973. Das war die höchste absolute Zuwachsrate innerhalb der letzten zehn Jahre. Trotz des Konjunkturabschwungs und einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 900 000 (1967: 459 000) legten die Bundesbürger 1974 einen wesentlich höheren Prozentsatz ihres verfügbaren Einkommens auf Sparkonten, in Bausparverträgen, Wertpapieren und Lebensversicherungen an als in der Rezession 1967. Die Gründe dafür: Die Verdienste stiegen 1974 um über elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, dagegen nur um etwa drei Prozent von 1966 auf 1967. Je höher die Einkommen steigen, so behauptete auch der britische Ökonom Keynes in seinem „psychologischen Gesetz“, desto größer ist die Sparquote.

Quelle: Statistisches Bundesamt