Für den Vorstand des holländischen Philips-Konzerns war das Geschäftsjahr 1974 wenig befriedigend. Tatsächlich scheint er von der Plötzlichkeit des Konjunkturumschwunges überrascht worden zu sein. Der Reingewinn ist um 165 auf 734 Millionen Gulden geschrumpft, wobei nicht übersehen werden sollte, daß hierfür auch Bewertungsverluste verantwortlich sind, die sich aus dem festen Gulden ergeben.

Bedenklich ist der Anstieg der Vorräte um 2,4 auf 8,8 Milliarden Gulden. Das sind 35 Prozent des um 11 Prozent auf 35,3 Milliarden gestiegenen Umsatzes. Auch im ersten Halbjahr 1975 wird hier noch keine nennenswerte Entlastung erwartet. Damit rechnet der Philips-Vorstand erst in der zweiten Jahreshälfte. Dann soll sich die behutsame Anpassung der Produktion an das abgeschwächte Umsatzwachstum auswirken. Mit anderen Worten: Massenentlassungen wurden vermieden, aber das Ziel bleibt eine Verringerung der Beschäftigtenzahl.

Das Fazit der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf: Von der Produktions- und Absatzseite ist 1975 noch keine Befruchtung der Ertragsrechnung zu erwarten. Setzt allerdings der Dollar seine Abwärtsbewegung nicht weiter fort, dann entfallen erhebliche „Währungsverluste“, was die Ertragsrechnung nicht unwesentlich bessern sollte. Die Aktionäre erhalten für 1974 eine Ausschüttung von unverändert 1,80 Gulden auf die 10-Gulden-Aktie. Die Möglichkeit, an Stelle einer Barausschüttung sich für eine Stockdividende (junge Aktien) zu entscheiden, wird diesmal nicht geboten, weil der zur Verfügung stehende Teil der Agiorücklage von nur noch knapp 46 Millionen Gulden nicht mehr ausreicht. ndt