Öliges Spitzbergen

Die Sowjetunion bemüht sich um Ölbohrrechte in den Gewässern vor Spitzbergen – sehr zum Verdruß der Nato, die das heikle Thema mit größter Diskretion behandelt. Moskau besitzt Abbaurechte für Kohle auf der norwegischen Insel und möchte diese Konzessionen aus verschiedenen Gründen ausdehnen. Erste Forderung: Nur die norwegische staatliche Ölgesellschaft dürfe bohren. Der Hintergrund: Nach einem 50 Jahre alten Vertrag haben England, Frankreich und Japan Mitspracherechte, wie Spitzbergen entwickelt wird, und der Sowjetunion kämen ausländische Bohrinseln in den Hauptfahrtgewässern ihrer U-Boot-Flotte mehr als ungelegen.

Gefährlicher Acker

„Nichts geht mehr“ auf dem größten Truppenübungsplatz der Welt, dem 86 000 Hektar großen Fort Hood in Texas. Zwei Divisionen und eine Hubschrauberbrigade suchen dringend 24 000 Hektar neues Gelände. Grund: 25 000 Hektar des alten Terrains sind derart mit Blindgängern und nicht gezündeten Übungssprengsätzen verseucht, daß die Soldaten nicht mehr wagen, dort zu üben. Die Farmer der Umgebung, die nun neues Land hergeben sollen, haben vorgeschlagen, auf dem „verminten“ Gelände statt dessen Pioniere auszubilden – für Räumungsarbeiten.

Resolute Dame

Der einzige weibliche Bürgermeister Spaniens, Señora Pilar Careaga aus Bilbao, hat Schwierigkeiten. Die stramm rechtskonservative, streitbare und baskenfeindliche („Träumer und dumme Bauern“) Dame hat jetzt 99 Prozent der Stadtverwaltung und 46 000 Bürger gegen sich aufgebracht, denkt aber nicht daran, freiwillig zurückzutreten (in Spanien werden die kommunalen Oberhäupter ernannt, nicht gewählt): „Wir Bürgermeister wären ja in einer schönen Situation, wenn wir von der öffentlichen Meinung abhingen.“