Das „Allianz Zentrum für Technik“ wacht über reparaturfreundliche Autos

Von Stefan Woltereck

Der Reparaturaufwand bei Blechschäden ist bei den verschiedenen Kraftfahrzeugtypen höchst unterschiedlich. Ebenso sind bestimmte Modelle viel häufiger in Karambolagen verwickelt als andere. Oft kommt sogar beides zusammen: Die Autos mit den teuren Rechnungen sind auch diejenigen, die häufiger verunglücken.

Diese Zusammenhänge ließen sich aus den Schadensstatistiken der Versicherer (sie müssen ja die meisten Reparaturen bezahlen) schon vor zehn Jahren herauslesen. Aber erst seit dem 1. Juli 1973 wurden aus dieser Erkenntnis Konsequenzen gezogen: Anstatt die Kasko-Prämien nach den Pferdestärken des Motors zu staffeln (wie in der Haftpflicht noch heute), bedient man sich sogenannter Typklassen:

  • Fahrzeuge, die sich leicht instandsetzen lassen, und deren Typgruppe weniger in Unfälle verwickelt ist, kommen in eine niedrige Typklasse.
  • In der Reparatur teure Typen, die dazu überdurchschnittlich häufig anrempeln, werden entsprechend hoch eingestuft.

Ein VW Golf mit 70 PS, beispielsweise, erfordert in Typklasse 12 für Teilkasko (Versicherung gegen Diebstahl, Brand, Unwetter) im Jahr etwa 45 Mark, für Vollkasko (Grundprämie, mit 650 Mark Selbstbeteiligung) etwa 440 Mark.

Fiats kleiner Flitzer X 1/9, mit 75 PS praktisch gleich stark wie der Golf und mit 170 km/st auch nur 10 km/st schneller, rangiert in Typklasse 35. Er kostet 230 Mark Teil- und nicht weniger als 2380 Mark Vollkasko (bei 650 Mark Selbstbeteiligung).