Daß in manchen Fällen der jugendliche Diabetes mit einer Autoimmunerkrankung verbunden ist, wurde schon seit längerem als Beweis dafür angesehen, daß die angeborene Zuckerkrankheit eine Erkrankung des natürlichen Abwehrsystems ist. Jetzt haben Edinburgher Forscher eine neue Bestätigung dafür erhalten: Im Blut von fünf Patienten wiesen sie Antikörper gegen die eigenen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse nach. Die Wissenschaftler meinen nicht, die allgemeine Ursache des angeborenen Diabetes gefunden zu haben, wohl aber glauben sie, es handele sich um einen bestimmten Typus der Krankheit.

Eine Impfung gegen die im Kindesalter meist harmlosen Röteln ist deshalb bei Mädchen wichtig, weil eine Erkrankung während der Schwangerschaft in manchen Fällen zu Fehlbildungen des erwarteten Kindes führen kann. Weil viele junge Mädchen, die bei Eintritt der Pubertät oder wenig später geimpft werden sollten, sich vor der Injektionsspritze fürchten, haben Ärzte der Universität von Florida einen Impfstoff entwickelt, der mit der Spraydose über Mund und Rachen appliziert wird. Versuche an 75 Kleinkindern haben ergeben, daß diese Art der Impfung einen ebenso zuverlässigen Schutz verleiht wie die übliche Impfung.

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Fünfzehneinhalb Meter Flügelspanne hatte ein Pterosaurier, dessen Fossilien vor kurzem in Big Bend im amerikanischen Nationalpark Texas gefunden wurde. Damit war dieser Saurier das größte fliegende Tier, das je auf der Erde lebte. Das Alter wurde auf 70 Millionen Jahre geschätzt. Den bisherigen „Rekord“ hielt ein Pteranodonton mit einer Spannweite von sieben Metern. Die schlanken, wahrscheinlich zahnlosen Kiefer des neuentdeckten Flugriesen legen die Vermutung nahe, daß das Tier wie Geier von Aas lebte und nicht wie das Pteranodonton dem Fischfang an den Küsten nachging, zumal sich in der Fundgegend, wie die Geologen wissen, nur Süßwasserseen und Flüsse befanden.

Schimpanse und Mensch sind wahrscheinlich viel enger verwandt, als man bisher annahm. Da erst die Molekularbiologie die Möglichkeit ergab, den „genetischen Abstand“ zwischen zwei Arten festzustellen, gibt es jetzt ein Maß für den Grad der Verwandtschaft zwischen zwei Klassen von Lebewesen. Untersuchungen haben ergeben: Die Sequenzen von Polypeptiden gleichen sich bei Menschen und Schimpansen zu 99 Prozent. Lediglich die DNS-Sequenzen unterscheiden sich gründlicher. Der Unterschied beruht also auf dem genetischen Code. Hier sind aber möglicherweise nicht Mutationen im Spiel – die Gene sind nur auf den Chromosomen anders angeordnet.

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Alle Versuche, die Graphologie zu automatisieren, also etwa Computer für die Identifizierung von Handschriften einzusetzen, sind bisher gescheitert. Jetzt aber haben Ingenieure der US-Luftwaffe einen solchen Handschrift-Identifizierer konstruiert. Dieser freilich analysiert nicht etwa die Formen der Schriftzüge, sondern allein die Veränderungen des Drucks, den der Schreibende auf das Schreibgerät ausübt. Ein speziell dafür konstruierter Kugelschreiber mißt diese Druckunterschiede und teilt die Meßergebnisse einem Computer mit, der die charakteristischen Werte für spätere Vergleiche speichert. Gedacht ist die Erfindung für ein besonders sicheres Kontrollsystem, mit dem etwa ein Gebäude gegen unbefugte Besucher bewahrt werden soll. Jeder, der ein solches Gebäude betreten will, muß mit dem Identifizier-Kugelschreiber seine Unterschrift leisten. Der angeschlossene Computer steuert eine automatische Tür, durch die er den Zugang nur dann freigibt, wenn das Schrift-Druckbild der eingespeicherten Vorlage entspricht.