Die USA erwägen Importbeschränkungen für Personenwagen. Die deutsche Auto-Industrie verzichtet noch auf „eine harte Reaktion“.

Für den Verband der Automobilindustrie (VDA) ist „das Thema nicht neu“. Und die einzelnen deutschen Autohersteller wollen „das Ganze nicht übermäßig ernst nehmen“.

Es geht um einen Vorschlag des demokratischen Abgeordneten Otis Pike, den der amerikanische Kongreß behandeln soll: Danach sollen bis 1980 jährlich höchstens 1,5 Millionen Personenwagen in die USA eingeführt werden.

Noch herrscht in der Bundesrepublik die Meinung vor, der Vorstoß, der nicht ohne Mithilfe der amerikanischen Industrie zustande gekommen sein dürfte, diene vornehmlich der Profilbildung des Mr. Pike. Fände er aber trotz aller handelsrechtlichen Vereinbarungen genügend Befürworter, so wären die Folgen für die deutschen Autohersteller, insbesondere für das Volkswagenwerk (siehe Tabelle), schlimm genug: 1973 wurden in die USA 1,75 Millionen Autos importiert; im vergangen Jahr waren es 20 Prozent weniger. In beiden Jahren waren die Deutschen daran zur Hälfte beteiligt.

Für die deutsche Automobilindustrie bedeutete das: 1974 wurde fast jedes vierte in der Bundesrepublik produzierte Auto in die USA verschifft, das waren 38 Prozent aller exportierten Fahrzeuge.

rf