Im Laufe der nächsten Jahre werden mit Herbert von Karajan und seinem Orchester mehr als 70 neue Langspielplatten für „Deutsche Grammophon“ aufgenommen. Wir alle freuen uns, daß durch den neuen Vertrag die Kontinuität der engen Zusammenarbeit zwischen Herbert von Karajan, seinem Orchester und dem Gelbetikett gewährleistet ist.

Pressemitteilung der Deutschen Grammophon Gesellschaft vom 20. April 1975

Der neue Vertrag mit Herbert von Karajan setzt eine lange Zusammenarbeit mit der EMI fort, die vor nahezu 30 Jahren begann. Wir sind sehr glücklich darüber, daß die EMI hiermit die wunderbare Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan und seinen großartigen Berliner Philharmonikern erneuert.

Pressemitteilung der EMl-Electrola vom 20. April 1975

Bildungsrat ade

Wilhelm Hahn, CDU-Kultusminister in Stuttgart, verdeutlichte es mit einem Bild: „Sie binden eine Leiche an einen Lebendigen.“ Sie – damit waren die Bundesregierung und sozial-liberale Landeskabinette gemeint; die Leiche stellte den Deutschen Bildungsrat dar, und der Lebendige bedeutete den Wissenschaftsrat. Der Vergleich sollte sagen: SPD/FDP-Politiker wollen den von einigen CDU/CSU-Politikern zum Tode verurteilten Bildungsrat retten, indem sie sein Schicksal mit dem des Wissenschaftsrates verbinden. Nun wird das Junktim gelöst, die Ministerpräsidenten haben entschieden: Der Wissenschaftsrat soll weiter leben, der Bildungsrat wird beerdigt. Die Bildung (und das heißt vor allem Sonderschüler und Lehrlinge, Kindergärten und Gesamtschulen) haben eine Schlacht verloren. Für sie und für viele andere Bereiche hat der Bildungsrat entscheidende Konzepte erarbeitet, die Grundlage des Bildungsgesamtplans wurden. Wie es weitergeht, ist noch nicht genau geregelt; jedenfalls soll es weitergehen. Bildungsberatung tut not, glauben alle Beteiligten; aber daß sie je wieder so frei, unabhängig und zukunftsoffen sein wird, wie es der Bildungsrat in seiner Arbeit war, wagt kaum einer zu hoffen.

Audiovision mit Laserstrahl