Hilfe für die Krebshilfe

Auf das Konto der Deutschen Krebshilfe, die im September 1974 von Mildred Scheel, der Frau des Bundespräsidenten, gegründet wurde, sind bisher zwei Millionen Mark eingegangen (Tendenz: steigend), in Beträgen von 77 Pfennig bis 50 000 Mark. Einzige notwendige Rückbuchung: Ein Dieb hatte aus einem Düsseldorfer Briefkasten einen Brief mit zwei Schecks gestohlen und sie der Deutschen Krebshilfe als Spende zugeschickt.

Kein Verlust

Die Außenminister der Neun haben, so, findet der Londoner Guardian satirisch-bitter, eine einmalige Chance versäumt, einen der vielen Agrarprodukte-Berge loszuwerden. Sie wollen Vietnam nicht weniger als 500 Tonnen Milchpulver liefern – 400 000 Tonnen von diesem „Zeugs“ haben sie aber auf Lager und monatlich verrotten mehr als 500 Tonnen, weil die Lagerhäuser überquellen.

Gut geeignet

Das amerikanische State Department hat bei der Auswahl seiner Diplomaten wieder einmal einen guten Griff getan. Peter Dominick, neuer US-Botschafter in Bern, verärgerte die Schweiz gleich zweimal heftig noch vor Amtsantritt. Zuerst erklärte er öffentlich, seine Hauptaufgabe werde sein, von der Schweizer Regierung für den Fall eines neuen Nahost-Krieges die Überflugerlaubnis für amerikanische Flugzeuge zu bekommen – was einen eklatanten Bruch der Schweizer Neutralität bedeutete. Dann erzählte er einem Senatsausschuß harmlos, die vier Schweizer Landessprachen seien Französisch, Deutsch, Englisch und Rumänisch – es sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.

Senator im Hungerstreik