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Wirtschaft

Ernüchtert

Frankreich beschloß eine großzügige Unterstützung seiner Arbeitslosen verabschiedet wurde.

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Feuilleton

Kunstkalender

Auch innerhalb"" seiner Nameasfamiiie ist der Maler Müller keinser von den ganz Großen, ist nicht zu vergleichen müt dem immer noch verkannten Dichter der "Schönen Müllerin" und der "Winterreise".

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DIE ZEIT

Aufschwung verzögert

Die Talsohle haben sie schon durchschritten, aber an den Aufstieg wagen sie sich noch nicht heran: Die Bürger der Bundesrepublik sind auf "Nullwachstum" eingestellt.

Von Gangstern und Geiseln

Selten – wahrscheinlich noch nie – hat eine in Bonn getroffene Entscheidung so viel Zustimmung gefunden wie der einmütig gefaßte Beschluß von Regierung und Opposition, den Forderungen der Stockholmer Terroristen nicht nachzugeben.

Sieg für Soares

Eine Ohrfeige für die Offiziere – anders läßt sich das Ergebnis der portugiesischen Wahlen für eine verfassunggebende Versammlung nicht werten.

Zeitspiegel

Den Rückgang der Störche macht keiner verantwortlich. Vom Bielefelder Emnid-Institut nach den Ursachen des Geburtenrückgangs in der Bundesrepublik befragt, tippen 43 Prozent der Bundesbürger auf die Pille.

Der Sieger, der aus dem Dschungel kam

Am 1. April, fünf Jahre nach seiner Machtübernahme und dem Staatsstreich gegen Gott-König Sihanouk, wurde der unfähige Gott-Präsident Lon Nol nach Hawaii ins Exil ausgeflogen.

In Stockholm war viel Glück dabei

Kanzler bleibe hart – Volk steht hinter Dir", so telegraphiert ein Bürger aus Nürnberg an den Bonner Regierungschef. Hunderte von Telegrammen sind im Kanzleramt eingetroffen, seit die Entscheidung gefallen ist, den Terroristen diesmal nicht nachzugeben, und aus beinahe allen spricht Zustimmung, Erleichterung.

Wolf gang Ebert: Eine Lektion

Ford: Gut, das muß ich mir endlich merken. Was ist mit Portugal, nein, nicht sagen ... Moment ... ich hab’s! Erst uns feindliche, unzuverlässige.

Harold denkt, Jack lenkt

Es war das gewohnte Bild eines Labourparteitages: 5,4 der 6 Millionen Stimmen standen auf den Karten, die von den Gewerkschaftsdelegierten hochgehoben wurden.

Wieder fit bis zur letzten Unze

Es ist wie in alten Zeiten. Am Eingang des Saales brandet der Beifall auf und pflanzt sich fort. Durch ein Spalier klatschender, rufender, wirkender Menschen zieht er ein, Mitarbeiter und lokale Parteihonoratioren im Gefolge, lächelt, grüßt nach links und rechts und heimst den Jubel ein.

Kohlköpfe im Mai

Wird das Gesetz, der Serie weitergelteil Wie Spökenkieker starren die Bonner Auguren auf den Mai: Denn in den vergangenen Jahren war der Wonnemonat stets für innenpolitische Ereigwar erster Ordnung gut.

Nordkorea droht wieder mit Intervention

In Nordkorea werden, zum erstenmal seit den Entspannungsgesprächen 1973, wieder kriegerische Töne laut. Dem roten Hahn Kim Il Sung, dem allmächtigen Diktator in Pyöngyang, ist sichtlich der Kamm geschwollen, seit die Genossen in Indochina mit der Gewalt, die nach Mao immer aus den Gewehrläufen kommt, so unangefochten siegen durften.

Wähler-Flugsand: wohin?

Die Entscheidung über Sieg oder Niederlage bei den Stimmgängen am Sonntag wird dramatisch sein und politische Konsequenzen haben.

K.und K. Kopf an Kopf

Um seine Gleichgültigkeit gegenüber den Verheißungen der Meinungsforscher zu unterstreichen, zitiert Heinz Kuhn einen englischen Parlamentarier: "Politiker benutzen Prognosen allzuoft wie Betrunkene einen Laternenpfahl – sie versuchen, sich daran festzuhalten.

Kein Kulturkampf

Aber junge Leute sind es auch, die vor der Tür Flugblätter verteilen, in denen zu lesen ist: "Der 50jährige Realschullehrer (Girgensohn) ist mit seiner reformistischen Schulpolitik ebenso gescheitert wie sein hessischer Kollege Ludwig von Friedeburg.

Trümpfe und Träume

Wenn Horst-Ludwig Riemer durchs Sauerland zieht, dann hält ihn nichts. Da mögen die Kinder Carsten, Helga und Holger murren, da mag Boxerhund Dani knurren.

Totes Rennen?

Seit der Wahl in Schleswig-Holstein ist das, an Nordrhein-Westfalen gemessen, kleine Saarland zum Dreh- und Angelpunkt der deutschen Innenpolitik geworden.

Verleumdet und überschätzt

Der Zweite Weltkrieg hat nach 1945 viele Historiographen auf den Plan gerufen, professionelle und schriftstellernde Wichtigtuer.

Alptraum von Chauvinismus

Wenn zerstrittene Nachbarn einander Spiegel vorhalten, dann ist kaum zu erwarten, daß unverzerrte Züge sichtbar werden. Diesen Vorgang im "Rückspiegel" zu betrachten, hat außer dem historischen Reiz auch Erkenntniswert für die Gegenwart.

Sprinten für Castro

Die Umgebung war provinziell, tropisch und sehr verfallen. 1930 hatten hier im "Tropical" am westlichen Stadtrand Havannas die II.

Schelsky als Verbündeter?

Als der neue Schelsky: "Die Arbeit tun die anderen im SPIEGEL von Lohmar, in der ZEIT von Dahrendorf verrissen wurde, habe ich ihn sofort gekauft.

Sport und Werbung: Aktion "Sauberes Trikot" setzt sich durch

Wieder einmal ist das Szenarium "Sport und Werbung" in Bewegung geraten. Wenige Wochen vor Beginn der vorolympischen Saison hat als letzter bundesdeutscher Fachverband der Deutsche Leichtathletik-Verband im Bereich des olympischen Sports die Werbung am Mann (und an der Frau) abgeschafft.

Verzückt von den Primitiven

In liberalen Gesellschaften vollzieht sich die Rehabilitation geächteter Gestalten nicht mit jener radikalen bürokratischen Entschiedenheit, die die Sowjetische Enzyklopädie beweist, wenn sie in jeder neuen Auflage mit einem Dutzend bis dahin unnennbarer Gestalten aufwartet, um gleichzeitig ein Dutzend oder mehr durch eine Falltür ins Nichts versinken zu lassen.

Die Essayistin Susan Sontag

Unter denjenigen, die heute schreibend über Kunst nachdenken, ist sie eine fast singuläre Erscheinung: die 1933 geborene amerikanische Essayistin, Romanschriftstellerin, Filmmacherin Susan Sontag.

Zeitmosaik

Maecenates voco, so lautet sein Wahlspruch, ein bisher noch immer erfolgreicher Appell: Im letzten Jahr brachte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, eine Gemeinschaftsaktion der Wirtschaft, fast 50 Millionen Mark zusammen, mit denen er Wissenschaft in Forschung und Lehre förderte, und zwar so aufregende und notwendige Projekte wie die Diagnose vorgeburtlicher, genetisch bedingter Erbschäden und die Analyse von Hochschulen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien.

Fast kein Poet

Zwei Menschen auf einer Bühne reden miteinander. Sie reden miteinander, aber sie sehen sich nicht an dabei, Sie stehen, viele Meter voneinander getrennt, an einer Fensterfront und starren hinaus in den Garten.

Rettet den Bildungsrat!: Als Gewissen der Nation

Das Tauziehen um die Zukunft des Bildungsrates hat nicht erst in den letzten Wochen eingesetzt. Mit wechselnder Intensität und listenreichen Schachzügen findet es bereits seit zwei Jahren statt.

Filmtips

Hervorragende "Lancelot, Ritter der Königin", von Robert Bresson. Ein Turnier: das Scheppern von Rüstungen, das Splittern von Lanzen.

Kritik in Kürze

"Der Kinderfresser", Roman von Jacques Chessex. Das Buch hat dem Westschweizer 1974 den "Prix Goncourt" und viel feuilletonistischen Lorbeer eingetragen.

Rolf Dieter Brinkmann Na, irgendwie

Der Kölner Lyriker und Romancier Rolf Dieter Brinkmann ist kurz nach seinem fünfunddreißigsten Geburtstag am 23. April in London von einem Auto überfahren worden.

Dichter schneien nicht vom Himmel

Unter den zahlreichen Publizisten des Wilhelminischen Reiches, deren Namen und Werk im deutschen Teilstaat westlich der Elbe nur einem relativ kleinen Kreis von Fachleuten.

Zehntelkampf

Es ist Reineckers Trick und Verdienst, mit Hilfe des Mediums "Krimi" auch sozialkritische Inhalte zu transportieren. Daher kann er sich reine Märchenhandlungen nicht leisten, muß er es sich gefallen lassen, daß nicht nur nach Dramaturgie und Regie gefragt wird (die in diesem Film wenig zu wünschen ließen), sondern auch nach "Richtigkeit".

Kollision

Mutmaßungen über Georgina Gressie: "Sie war schon ein eigenartiges Mädchen"; "Georgina war ein wunderbares, kühles Mädchen"; "du bist ein sehr böses Kind, Georgina".

Quartett Infernal

Man kommt aus dem Kino und hat den Kopf voll von einer Sturzflut sehr befremdlicher Bilder, mit den Rudimenten einer bizarren Geschichte, der vagen Ahnung von einem kruden tieferen Sinn.

Ding in Beton

In faksimilierter Handschrift, vermutlich ein Hinweis auf Spontaneität, teilt uns Vostell mit: "Noch im Jahr 1971, als ich Berliner wurde, war diese Retrospektive – besser gesagt Zwischenbilanz meiner Arbeit – in der Akademie der Künste Berlin von elf zu eins Mitgliedern der Abteilung Bildende Kunst abgelehnt worden.

Dichter schneien nicht vom Himmel

Unter den zahlreichen Publizisten des Wilhelminischen Reiches, deren Namen und Werk im deutschen Teilstaat westlich der Elbe nur einem relativ kleinen Kreis von Fachleuten bekannt sind, nimmt der erste Historiker der Arbeiterbewegung Franz Mehring (1846 bis 1919) eine Sonderstellung ein.

Aus der Zeit gefallen

Peter de Mendelssohn, vor wenigen Jahren aus seiner Exil- und Wahlheimat England nach Deutschland, in seine Geburtsstadt München zurückgekommen, ist schnell zu einem der großen alten Herren der bundesdeutschen Literatur aufgestiegen: Vizepräsident des PEN, Statthalter Thomas Manns auf Erden, Fischer-Historiograph, ein Gentleman von sprödem Charme, hat er seinen literarischen Ruf durch glänzend geschriebene Essays, die vor allem Englisches behandeln, gefestigt.

Von der Krippe bis zum Knast

Diese Chance dürfte sich so bald nicht mehr wiederholen: mitzuerleben, wie ein Beruf geboren wird. Gelegenheit dazu gibt eine Sparte die gern mit "sozialer Feuerwehr" umschrieben wird und dabei ist, das eher prestigemindernde Etikett der "Fürsorge" abzustreifen.

Bonner Kulisse

Der Vorsitzende des Personalrates im Bonner Finanzministerium, Ministerialdirigent Ernst-Otto Starke, meinte spitz auf rheinisch, man lasse mit sich nicht "de Aap" machen, was auf gut deutsch heißt, die Beamten ließen sich keineswegs alles vom Chef gefallen.

Koalitionen

Die Europäische Kommission will an dem geplanten Gipfeltreffen zum Abschluß der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) teilnehmen und eine etwaige Schlußakte mitunterzeichnen.

Die Buchhalter des Todes machen Bilanz

Auch für Präsident Gerald Ford ist der amerikanische Krieg in Indochina unwiderruflich zu Ende. Während die Außenpolitiker im State Department ihre Konzepte überprüfen und die Militärs im Pentagon aus der Katastrophe Schlüsse für den nächsten Krieg ziehen, gehen die Buchhalter des Todes ans Werk und machen Bilanz.

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