Wirtschaft

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DIE ZEIT

Ein Vertrag wurde angepaßt

Sensationell ist der neue Freundschaftsvertrag der DDR mit der Sowjetunion nicht. Was sich seit dem letzten Vertrag im Jahre 1964 in der Welt- und Deutschlandpolitik geändert hat, wird jetzt im neuen Pakt nachvollzogen.

Ein Königreich für ein Konzept

Außenpolitik – das heißt ständige Anpassung an die Notwendigkeit, nicht Verbreitung von Heilsbotschaften. Selbst Willy Brandt, der Moralist unter den Bundeskanzlern, hat dies stets beherzigt.

Vier Tage mit dem Bundeskanzler

Vier Tage lang hat die ZEIT-Reporterin Nina Grunenberg als Kiebitz auf der Kommandobrücke dem Kanzler beim Regieren über die Schulter geschaut.

B & B in Bredouille

Fast sieht es so aus, als ob die Parteien vor der Wahl ihre höchsten Gehilfen schlachten wollen. Martin Bangemann mußte als Generalsekretär Hans-Dietrich Genschers und der FDP zurücktreten.

Zeitspiegel

Ein Viertel der Menschheit leidet ständig Hunger, ein Zehntel der Menschheit ist ständig am Rande des Verhungerns. Aber während die Zahl der Menschen auf dieser Erde ständig zunimmt – um eine Viertelmillion pro Tag – reicht die Nahrungsmittelproduktion nicht aus, die katastrophale Ernährungssituation zu verändern.

Mittler zwischen zwei Kulturen

Wenn das Scherflein, das ein einzelner zu einer historischen Entwicklung beitragen kann, ins Gewicht fallen sollte, dann muß man gewiß Alfred Grossers Beitrag zur deutsch-französischen Aussöhnung dazurechnen.

Freies Denken an unfreiem Ort

Während des „Prager Frühlings“ 1968 erhob der sowjetische Atomphysiker Andrej Dimitrijewitsch Sacharow zum erstenmal seine Stimme, zugunsten einer offenen Welt, in der Freizügigkeit für Menschen und Meinungen herrscht.

Offene Gewalt?

Portugal taumelt von einer Krise in die andere. Drei Monate dauerte der Kampf zwischen prokommunistischen und gemäßigten Offizieren in der herrschenden „Bewegung der Streitkräfte“.

Heiße Ware: Kernreaktoren

Südafrikas Interesse weckt den absurden Verdacht, die Bundesrepublik wolle zum atomaren Komplizen werden

Zwielichtigkeit und Vernunft

Die Zielrichtung der Bonner Politik gegenüber Spanien scheint klar. Sie läßt sich in zwei Worte fassen: Europäisierung und Demokratisierung.

Keine Lösung für Ulster?

Das halbe Dutzend Jahre des gegenwärtigen Bürgerkriegs in Nordirland ist voll, 1 400 Todesopfer und jedes dritte Haus in Belfast und Londonderry irgendwann einmal leicht oder stark beschädigt, das macht eine makabre Statistik.

Pokern um eine Geisel

Die Hoffnung trog. Staatspräsident Giscard d’Estaing schickte einen Präfekten mit vier Millionen Franc in bar in die Wüstenregion des Tschad, die von den Rebellen Hissene Habres beherrscht wird.

Streit und Bitterkeit

Nicht der Streit der Bundestagsparteien untereinander, sondern die Auseinandersetzungen innerhalb der Parteien sorgten in der letzten Woche für Schlagzeilen.

Zündstoff im Aufsteigerparadies Iran

Im Iran versucht ein absoluter Monarch, der bestimmt, ob es in seinem Lande eine oder mehrere Parteien geben soll, der entscheidet, ob das Kabinett umgebildet wird oder nicht, der die Höhe des Haushalts und seine Verteilung festsetzt, eine mittelalterliche Ständegesellschaft in eine moderne Industriegesellschaft umzuwandeln.

Wolfgang Ebert: Ein Alptraum

Leber saß auf der Hardthöhe an seinem Schreibtisch und grübelte darüber, ob er einen Brigadegeneral Tischdern soll, obwohl die Tischmanieren seiner Frau, wie sich Leber persönlich überzeugen konnte, zu wünschen ließen.

Kreiskys Krisenschutz

Felix Austria, das nur seinen Kaiser wiederhaben wollte! So wird, von außerhalb des Spielfeldes, Kreiskys Hattrick zum dritten und größten Wahlsieg in der Geschichte des demokratischen Österreichs bestaunt, beklatscht, belächelt.

Mit Finten und Finessen

Noch vor einem Jahr, am ersten Jahrestag des Oktoberkrieges, jubelten die Kairoer Massen dem Palästinenser-Führer Arafat und den Kampfgefährten aus Damaskus zu, als sie zur Jubiläumsparade auf der Ehrentribüne erschienen.

Beamten-Diktat

Noch ehe die parteiinternen Analysen der Bremer Bürgerschaftswahl abgeschlossen sind, weiß der Deutsche Beamtenbund das Ergebnis in seinem Sinne zu deuten: „Einem Vertrauensvorschuß der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes für die FDP“ hätten die Liberalen an der Weser ihren großen Stimmenzuwachs zu verdanken.

Senat der Kleinkarierten

Wenn ein linker SPD-Ortsverein im Wahlkampf die Vokabel „Scheiß“ gebraucht („Macht keinen Scheiß, Leute, wählt SPD“), dann ist das nach Ansicht des rechten Bildungssenators Fäkalsprache.

Schwitzbad und Paradies

Mit segnender Gebärde hält Schwanthalers Bavaria in ihrer Rechten ihren Kranz über die Theresienwiese in München, die „Wies’n“, den Schauplatz des Oktoberfestes, das Marsfeld der Gemütlichkeit.

Theater ist immer dabei

Werner Maihofer war überrascht. Ganz aus der Tiefe seines alemannischen Gemüts hatte er selbstkritisch offenbart: Das Theater, das im Bundestag aufgeführt werde, sei doch schlimm.

Ein Fall und kein Ende

Die bis jetzt erfolglose Chiffre-Anzeige im Journalist faßte die ganze Geschichte in zwei Sätzen zusammen: „Durch ein kürzlich beendetes Ermittlungsverfahren wegen Spionageverdachts bin ich zwar um einige Erfahrungen reicher.

Tod bei Tempo 180

Der eine, Hessens Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry, fragte den anderen, seinen Bonner Verkehrskollegen Kurt Gscheidle, wie er auf alarmierende Meldungen zu reagieren gedenke, die von häufig schweren Verkehrsunfällen nach Reifenschäden berichteten.

Vergeudung am Krankenbett

Der Cheforthopäde des Düsseldorfer Vinzenz-Krankenhauses schickte eine Patientin am späten Nachmittag eines Donnerstags auf seine Privatstation, untersuchte sie Freitagvormittag und fuhr dann selbst ins Wochenende.

Bonner Kulisse

Haimo George, Geschäftsführer des CDU-Wirtschaftsrates, sieht seine im Juli abgegebene Prognose („Vizekanzler Genscher ist derzeit der wahre Treiber in Sachen Mitbestimmung“) inzwischen bestätigt.

Unverdrossen

Die Bundesbank hält unverdrossen an der Kursstützung der von ihr betreuten Anleihen fest. Sie kostet täglich zwar nur noch einige Millionen, aber das Verfahren wirft gleichzeitig die Frage nach der Funktionsfähigkeit des Rentenmarktes auf.

Das Vorbild

Der Redner sagte: „Die Revisoren müssen auf die Verwaltungskosten als den Hauptposten der Aufwendungen hinweisen, die im Verhältnis zu den Einnahmen außerordentlich gestiegen sind.

Überraschendes Bündnis

Der Vorschlag sieht aus wie ein Resultat von Ungeduld. Während in der Bonner Koalition das jahrelange Hick-Hack um die Mitbestimmung weitergeht, überraschte DGB-Chef Heinz-Oskar Vetter die Öffentlichkeit mit einer Initiative: Arbeitgeber und Gewerkschaften sollen selbst versuchen, das Uralt-Problem der Lösung ein Stück näherzubringen.

Den Dolch im Gewande

Wer lenken will, muß wissen, wohin die Reise gehen soll. Daher rufen alle Befürworter verstärkter Eingriffe in den Wirtschaftsablauf unisono nach Investitionsmeldestellen, Prognosen über die zu erwartende Entwicklung einzelner Branchen und der Gesamtwirtschaft sowie nach einer Rahmenplanung des Staates.

Technokraten am Sandkasten

Mehr der Not gehorchend als dem eigenen Trieb folgend liefern Europas Montanunternehmen Zahlenmaterial an die Europäische Kommission: Sie berichten über Investitionen und Stillegungen, über finanziellen Aufwand und technische Details.

Eine Dame mit Augenmaß

Ein niedersächsischer Staatssekretär im Finanzministerium zu Hannover hat 1956 lange he er sich überwinden konnte, eine Frau in die höheren Ränge der Beamtenschaft zu lieben.

Preissünder Staat

Jahr für Jahr müssen die Deutschen tiefer ins Portemonnaie greifen, um die Kosten für die Lebenshaltung bezahlen zu können. Von 1970 bis jetzt wurde das Leben im Durchschnitt um sieben Prozentpunkte jährlich teurer.

Walter Arendts Zahlendickicht

Zumindest bis zur Bundestagswahl im Herbst des kommenden Jahres sollen die von mancherlei Nöten geplagten Bürger der Bundesrepublik wenigstens in einer Hinsicht unbesorgt sein: Ihr Beitrag zur Rentenversicherung, der bei 18 Prozent der Bruttoeinkommen liegt, werde weder in diesem noch im kommenden Jahrzehnt erhöht.

Verschwenderische Sparer

Rund 4000 Mitarbeiter wissenschaftlicher Institute in den EG-Ländern, darunter 1400 hochbezahlte Forscher, werden ab 1. Januar 1976 – bei voller Weiterzahlung ihrer Bezüge – Däumchen drehen dürfen.

Pferdehandel

Ankerwinde“, „Ankerkette“ und 32 ihrer Stallgefährten aus dem Gestüt Asta in Kronberg im Taunus sollen nächsten Montag unter den Hammer kommen.

Auf dem Weg ins Schlaraffenland?

Auf dem Gewerkschaftstag der IG Bau, Steine, Erden in Hamburg – dem ersten großen Gewerkschaftstreffen nach der Bekanntgabe des Konjunkturprogramms der Bundesregierung – nahmen Bundeskanzler Schmidt und Bundeswirtschaftsminister Friderichs auch zur Tarifpolitik Stellung.

Ein neuer Anlauf

Seit Beginn des letzten Quartals 1975 herrscht wieder mehr Leben in den Börsensälen. Noch immer dominiert die Ansicht, daß die Aktienkurse am Jahresende höher liegen werden als heute.

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