Berlin

Wie zu erwarten war, hat der rechtskonservative Bund Freies Deutschland einen Kollaps erlitten. Das Wahlergebnis von 3,4 Prozent im März und die reichlich bunte Zusammensetzung seiner Mitglieder sind die Ursache des Zerfalls. Die einen hatten mit der Neugründung in Berlin eine „Ernst-Reuter-Partei“ etablieren wollen, die anderen dachten eher an einen Freundeskreis Franz Josef Strauß. Nun haben die drei Gründungsmitglieder Jaroschowitz, Pfender und Meyer wegen der „unheilvollen Entwicklung persönlicher Auseinandersetzungen im Landesvorstand“ ihre Ämter niedergelegt.

Zum neuen Vorsitzenden der Partei wurde Wilhelm C. Matuschek gewählt. Ein CDU-Sprecher erklärte in Berlin, diese Entwicklung bestätige voll die Prognose, die jeder politisch Kundige von vornherein habe stellen können. Daß unter anderem auch Franz Josef Strauß und der Charlottenburger CDU-Bürgermeister Roman Legien bei BFD-Veranstaltungen aufgetreten sind, das ist offenbar schon vergessen.

J. N.