Wirtschaft

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DIE ZEIT

Schwarzer Tag in den UN

Ihrem Namen machen die Vereinten Nationen kaum noch Ehre. Die Organisation zur Wahrung des Weltfriedens und der Menschenrechte ist zu einer Versammlung abgesunken, wo Gegensätze sanktioniert werden, je nach Interessenlagen und Opportunitätsmaßgaben.

Konsequenzen für Karlsruhe

Der Grundsatz, daß jedermann Anspruch auf den "gesetzlichen Richter" hat, wird nirgends auf der Welt höher gehalten als in der Bundesrepublik.

Hilfe vom Gipfel?

Ein westlicher Sechser-Gipfel, eine politische Neuschöpfung, für die es kein Vorbild gibt, wird an diesem Wochenende in der Nähe von Paris die weltweiten wirtschaftspolitischen Probleme und Krisen beraten.

Zeitspiegel

Den vielen Neugierigen hat der britische Thronfolger einen interessanten, wenn auch begrenzten Einblick in sein Seelenleben gewährt.

Schlappe Armee, wütende Heimkehrer

Eineinhalb Jahre hatte der Hotelangestellte Mario, KP-Mitglied und heimlicher Personalchef, durchgehalten, immer wieder seine Kollegen von Streiks und Protestaktionen abgehalten, sie zu mehr Arbeit angetrieben, um neue Gäste geworben, Verbindungen zu ausländischen Reisebüros geknüpft und schließlich ein kleines Wunder vollbracht: Während in allen Lissaboner Hotels die Übernachtungszahlen sanken, stiegen sie in "seinem" Haus langsam an.

Des Königs neuer Bluff

Der König liebt es, hoch zu spielen, und der entschlossene Griff in die Trickkiste der absoluten Herrscher ist ihm zur zweiten Natur geworden.

Die Axt im Weißen Haus

Die Folgen des "Wochenend-Massakers" für die Innenpolitik Amerikas sind noch nicht abzusehen

Der Lohn für Bonn wird schmal

Der Karlsruher Spruch geht vielen Parlamentariern ans Geld. Der Verlust des Ruhegehalts für Beamte trifft künftig den Regierungsrat Haefele (CDU), den Studiendirektor Karl-Heinz Hansen (SPD) ebenso wie den Richter Jürgen-Gerhard Todenhoefer (CDU).

Versuch oder Versehen?

DDR-Soldaten kannten West-Berlin bisher nur von oben. In den heißen sechziger Jahren übten sie wiederholt mit ihren MIGs Lärmterror über der Stadt.

Korridorwächter im Kammergericht

Mitte Dezember wird es eine ungewöhnliche Party in einem ungewöhnlichen Gebäude geben. Wie ein verwunschenes Schloß liegt der 500-Zimmer-Bau mitten in Berlin, das ehemalige preußische Kammergericht.

Vor Deutschen auf der Hut

Die Familie Binoche gibt nicht auf. Erst griff der Vater, General François, zur Feder, um sein düsteres Deutschlandbild unters Volk zu bringen.

Der Pate III. Teil

Hollywood hat soeben einen III. Teil des Films "Der Pate" angekündigt, dessen deutsche Spezialfassung folgende Schlüsselszene enthalten soll: Michael Corleone, der "Pate", sitzt in tiefes Brüten versunken am Schreibtisch seines Arbeitszimmers.

Kaum zu bremsen

Einen Vorgeschmack auf den Wahlkampf lieferte die Haushalts- und Spardebatte im Bundestag vergangene Woche. Der Hauptredner der Opposition, Franz Josef Strauß, durch ständige Zwischenrufe Wehners systematisch gereizt, geriet immer mehr ins Schimpfen.

Ein Sündenfall der CDU?

CDU-Generalsekretär Biedenkopfs Rückgriff auf das Ahlener Programm von 1947 hat auch am letzten Wochenende innerhalb und außerhalb der Partei Verwirrung angerichtet.

Angolas blutige Freiheit

Als 47. afrikanischer Staat ist Angola am 10. November in die Unabhängigkeit entlassen worden. Um die Vorherrschaft im Lande ist ein blutiger Kampf unter den drei politischen Parteien entbrannt, in den sich verschiedene ausländische Mächte eingemischt haben.

Die Risiken des Nein

Der Rat des sowjetischen Historikers und Dissidenten Andrej Amalrik zur amerikanischen Politik gegenüber der Sowjetunion sollte sorgfältig überdacht werden.

Wettlauf mit Raketen

Den wiederholten Vorhersagen Henry Kissingers zum Trotz wird das zweite SALT-Abkommen über eine umfassende Begrenzung der strategischen Angriffswaffen für zehn Jahre nicht mehr im Jahre 1975 Zustandekommen.

Ein Faß ohne Boden?

Aber der Jemen, das versteckte Land am Zipfel der arabischen Halbinsel, ist kein normales Land, die Straße von der Hauptstadt Sanaa nach Taiz im Süden keine übliche Straße.

Nach Bonn der Buletten wegen

Es gibt strahlendere Feste als den Bonner Presseball, der Smoking, von dauerhafter Qualität und bejahrtem Schnitt, markiert bei den Herren schon die obere Grenze modischer Extravaganz, und auch die Abendrobe der Damen scheint mehr auf Strapazierfähigkeit als auf Eleganz angelegt; schließlich muß man sich ja in drangvoller Enge bewegen.

Preußen mit Dirndl

Die Braut kam aus Düsseldorf, die Brautmutter aus Koblenz, der Brautvater war Berliner, der Bräutigam ein Kölner. Die Hochzeit wurde auf dem bayerischen Hof der Brauteltern gefeiert, auf der Einladung hatte dezent gestanden, Anzug: Tracht.

Wo Schwestern aufeinander schlagen

Hannelore Mabry, Führerin des Münchner Frauenforums, wollte die deutsche Weiblichkeit für alle Zeit von der "irrationalen männlichen Herrschaft" befreien.

Ungeliebter Soares

Was andere SPD-Verbände vielleicht schon in die Luft gesprengt hätte, gehört für Frankfurter Sozialdemokraten zum normalen Konditionstraining.

Sparen am Rauchen

Norbert Gansel, SPD-Abgeordneter aus Kiel, ist einer der wenigen Abgeordneten, die mit ihren Diäten auskommen müssen. Über seine Einnahmen und Ausgaben führt er sorgfältig Buch.

Mit Lohnverzicht in die Rezession?

Nach elf Stunden verabschiedeten sich in der Nacht zum Sonnabend die Herren auf Schloß Hugenpoet bei Kettwig mit dem Versprechen, sich in einer Woche wieder zu treffen.

Reparaturen am falschen Ende

Erst hieb Heinz Oskar Vetter in seiner Eigenschaft als Gewerkschaftsvorsitzender vor einer Massenversammlung in Dortmund kräftig auf den Putz; dann versicherte er am Vorabend des Mannheimer Parteitages in seiner Eigenschaft als Mitglied des SPD-Gewerkschaftsrates, es sei alles nicht so gemeint gewesen: Um die Koalitionsregierung nicht zu gefährden, wollen sich die Gewerkschaften notfalls auch mit einer Reform der Mitbestimmung zufriedengeben, die ihre Maximalforderungen nicht erfüllt.

Bonner Kulisse

Wo die Lücke ist, durch die ein persönlicher Brief des Bundeskanzlers Helmut Schmidt an den DGB-Vorsitzenden Heinz-Oskar Vetter an die Öffentlichkeit geschlüpft ist, wird vermutlich nicht herauskommen.

Dünner Rauch

Was Gesundheitsapostel und Werbekritiker seit Jahren vergeblich anstreben, die Rezession schafft es spielend: Der preisbewußte deutsche Raucher greift nicht mehr so häufig zum Zigarettenpäckchen.

Belastbar

Die Texte der Stellenanzeigen in den Zeitungen verraten stets auch ein bißchen über das wirtschaftliche und soziale Klima eines Landes.

Steiler Sturz

Die überall schwelende Krise macht auch vor großen Namen nicht halt. Jetzt zeigen sich die Folgen einer vom Kapital her nicht genügend untermauerten Expansionspolitik.

Wieviel "müde Mark" für Europa?

Obwohl die Reformbedürftigkeit der europäischen Agrarpolitik so alt ist wie diese Politik selbst, scheinen Änderungen am Zustand des grünen Europas mit seiner "enormen Fehlleitung volkswirtschaftlicher Ressourcen" (Bundeskanzler Helmut Schmidt) kaum noch durchsetzbar zu sein.

Jahresgutachten: Wenn Ratgeber irren

Ende 1973 war hoch fliegender Optimismus noch am Platze. Damals schrieb Manfred Schäfer, der früher selbst einmal dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehört hat, über das Gremium: "Wenn der Bekennermut seine Mitglieder nicht eines Tages verlassen wird, hat der Sachverständigenrat Chancen, das wache Gewissen der deutschen Wirtschaftspolitik zu werden.

Pump in großem Stil

Die Briten leben auf Pump – und das in großem Stil. Die Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte und der staatlichen Unternehmen wird im laufenden Finanzjahr mit wenigstens zwölf Prozent des Bruttosozialprodukts eine neue Rekordhöhe erreichen.

Tauwetter für Profite

Gegen die internationale Teuerung hilft kein nationaler Plan: Weil die Preise für Rohstoffe vom Weltmarkt wie aus der Sowjetunion erheblich gestiegen sind, kann Ungarns Planwirtschaft die Erzeugerpreise nicht mehr halten.

Maxwells großer Traum

Die gute Nachricht überbrachte der Vorsitzende Sir Max Aitken den Aktionären "mit einer gewissen Genugtuung, aber ohne Selbstzufriedenheit".

"Schiefe Darstellung"

Dieser Titel trifft mehr den Standort des Journalisten Jungblut – jedenfalls was den Inhalt dieses Kommentars betrifft......

Krummschwert für die Getreuen

Im vergangenen Monat veröffentlichte das Börsenblatt, das Verbandsorgan des bundesdeutschen Buchhandels, das Photo einer Filmszene, in der eine junge Frau mit einem Schal gewürgt wird.

Der Sturzflug des "Wilden Adlers"

Da der Geschäftszweck nachweisbar nicht zu erreichen ist", rief ein wütender Kleinaktionär dem betreten dreinblickenden Alitalia-Management zu, "beantrage ich Auflösung und Liquidation der Gesellschaft.

Schlagbaum runter?

Das sozialdemokratisch regierte Schweden war bisher ein Musterknabe bei der Entwicklungshilfe. Doch nun haben die Schweden gezeigt, daß auch ihnen das Hemd näher sitzt als der Rock.

Dem Aufschwung voraus

Christians: Was sind die Realitäten der Börse? Ich denke beispielsweise an das letzte Jahr, als die Aktienkurse im Herbst einen Tiefstand erreichten, der durch die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung im damaligen Zeitpunkt nicht zu begründen war.

Nachlese

Der bayerische Finanzminister Ludwig Huber, nebenher noch Aufsichtsratsvorsitzender des Münchner Energieversorgungsunternehmens Bayernwerk, wird nun doch Hans Heitzer für den Vorstandsvorsitz der Gesellschaft vorschlagen.

Lustlose Basis

Dicker hätte es wirklich nicht kommen können. Gerade war Frankreichs Fußballmeister Saint Etienne dabei, den Rangers aus Glasgow zu zeigen, wie man im Europa-Pokal eine Runde weiterkommt, da wurden in Paris die Mattscheiben dunkel.

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