Wirtschaft

Hilfsniveau sehr hoch

Herr Minister Farthmann, Ihr Kollege Geissler von Rheinland Pfalz hat Berechnungen vorgelegt, wonac

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DIE ZEIT

Williger Geist

Der Geist von Rambouillet war willig, aber die Abschlußerklärung der Gipfelkonferenz ist schwach. Notgedrungen und wie erwartet.

Scherbenhaufen im Glaspalast

Die Warnung war massiv. Die Vereinten Nationen, so argumentierte der amerikanische Professor D. P. Moynihan, haben sich zu einer Organisation entwickelt, in der die Vereinigten Staaten nicht mehr gewinnen können.

Feuerpause in der Opposition

Helmut Kohl und Franz Josef Strauß haben Anfang dieser Woche einen Kompromiß geschlossen, der im selbstzerstörerischen Führungskampf der Unionsparteien zunächst eine Feuerpause eintreten läßt.

Zeitspiegel

Die Straße von Dover, mit 300 Durchfahrten pro Tag verkehrsreichste Meeresenge, sorgte wieder für Schlagzeilen. Bei einem Zusammenstoß der britischen Fregatte "Achilles" mit dem unter liberischer Flagge fahrenden Riesentanker "Olympic Alliance" flossen 2000 Tonnen Rohöl ins Meer.

Worte der Woche

"Die Spaltung in Angola ist voll und ganz das Ergebnis des heftigen Streits zwischen den zwei Supermächten, besonders das Ergebnis der verstärkten Aggression und Expansion seitens der sowjetischen Sozialimperialisten.

"Genossin Gesoldis" wählte mit

Fast hätte man glauben können, daß sich die Sozialdemokraten nicht mehr mit Sachen, sondern nur noch mit Personen beschäftigen.

Hinter der Troika vereint

Das Gefühl ritt mit der Sprache gestreckten Galopp: "Dieser Parteitag", rief der Delegierte Manfred Beier aus Weser-Ems, "hat doch in einer hervorragenden Weise gezeigt, wie Sozialdemokraten, wenn sie Rücken an Rücken zusammenstehen, wieder nach vorn kommen.

Nur Schnee von gestern

Frau Eilers und Leber bis zu Vogel und Arendt, mit zusammen 20 Abgesandten vertreten. Der große und umwälzende Schub von Hannover ist in Mannheim bestätigt und konsolidiert worden.

Die Großen sind mit im Spiel

Angola ist noch keine vierzehn Tage unabhängig. Aber schon haben die seit 14 Jahren unter Busch- und Bürgerkrieg leidenden Angolaner aufgehört, ausschließlich für die Belange von Angolanern zu kämpfen.

Maßvoll

Glücklich ist keiner von beiden – weder die Stahlarbeiter noch ihre Arbeitgeber. Knapp sechs Prozent Einkommensverbesserung – wie sie am Freitag letzter Woche vereinbart wurden – sind für die Stahlindustrie, die in ihrer schwersten Nachkriegsflaute steckt und bei der viele Betriebe kurzarbeiten müssen, ein schmerzhafter Kostenanstieg.

Sündenfall

Politische Beamte (Staatssekretäre, Ministerialdirektoren; im Auswärtigen Amt auch Ministerialräte) können jederzeit ohne Begründung in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden.

Karge Ausbeute

Uiguren-Käppchen in Urumtschi, Usbeken-Käppchen in Samarkant, säuerlich erduldet das eine von Bundeskanzler Schmidt, fröhlich hergezeigt das andere von Bundespräsident Scheel – sichtbar drückt sich auch in solcher Mützenmode aus, wie Bonner Staatsmänner gleichsam auf eigene Kappe außenpolitische Ausgewogenheit verstehen.

Doppelte Moral der Menschenrechtler

Was ist Rassismus? Nach einer allgemein akzeptierten Definition ist damit eine Theorie oder eine Ideologie gemeint, derzufolge sich aus bestimmten vererbten körperlichen Eigenschaften bestimmte charakterliche Eigenschaften, intellektuelle oder kulturelle Fähigkeiten ableiten lassen – kurz: Einige Rassen sollen von Natur aus anderen überlegen sein.

Hitlers Schatten über Jerusalem?

Moskaus Araberfreunde scheuten sich nicht, Dummheit und Arroganz auf die Spitze zu treiben: Nachdem die UN-Generalversammlung mit einer Stimme Mehrheit den "Zionismus als eine Form von Rassismus und Rassendiskriminierung" verurteilt hatte und damit jeder arabischen Gewaltintervention, Terror eingeschlossen, Tür und Tor öffnete, verstieg sich die offizielle sowjetische Nachrichtenagentur Tass zu diesem widerwärtigen Vergleich: Der Zionismus sei dem "von Hitler praktizierten Rassismus vergleichbar".

Aus der Rede des UN-Chefdelegierten Chaim Herzog: Die Antwort des Israeli

Sie wagen es hier, von Rassismus zu sprechen. Ich aber kann, voller Stolz, auf die arabischen Minister verweisen, die meiner Regierung dienten, auf den arabischen Vizepräsidenten unseres Parlaments, auf eine Vielzahl arabischer Offiziere und Mannschaften, die bei unseren Grenztruppen und in unserer Polizei Dienst tun, wo sie häufig jüdische Einheiten anführen, auf die hunderttausende Araber, die Jahr für Jahr von überall her in unsere Städte strömen, auf die vielen tausend Araber, die sich von unseren Ärzten kurieren lassen.

Raketen für die Mottenkiste?

Über ein Jahr nach dem ruhmlosen Abgang Richard Nixons von der politischen Bühne ratifizierte der amerikanische Senat jetzt einen der letzten Verhandlungserfolge des Ex-Präsidenten: Mit 65 gegen 14 Stimmen sprachen sich die Senatoren für die 1974 zwischen Nixon und Breschnjew getroffene Vereinbarung aus, daß sich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion jeweils auf nur ein strategisches Abwehrsystem gegen Fernraketen (ABM) beschränken wollen.

Kein Gegner der Entspannung

Von Jiři Hájek, dem Außenminister des Prager Frühlings, ist uns folgende Zuschrift zu dem Artikel "Wenn Moskau Verträge macht" zugegangen, den die ZEIT zum Jahrestag des sowjetischen Einmarsches in Prag veröffentlichte.

Die Sowjets kneifen

Victor Louis, des Kreml und des KGB journalistischer Meldegänger zwischen Ost und West, wußte es wieder einmal früher als alle anderen.

Um einiges besser

Eine Sechs – die Note "unzureichend" – hat der oberste baden-württembergische Lehrmeister, Kultusminister Professor Hahn, dem von ihm hochgepäppelten Institut für Bildungsplanung und Studieninformation in Stuttgart verpaßt.

Unsere teuren "Gastarbeiter"

Die Bilanz der jüngsten Völkerwanderung ist negativ – für industrialisierte wie unterentwickelte Länder

Kolumbus in Warschau

Bund und Länder haben zwar für die Aufnahme der Aussiedler aus Polen, deren Zahl nach den jüngsten Abreden zwischen Bonn und Warschau wieder steigt, alle Vorkehrungen getroffen.

Portugals Linke geht zur Offensive über

Die Spannungen in Portugal wachsen. Kommunisten und extreme Linke bekämpfen die Regierung Azevedo immer heftiger; die Gemäßigten sammeln sich im Norden des Landes.

"Wir wollen gute und friedliche Nachbarschaft"

Verehrte Bürger der Sowjetunion! Zum erstenmal ist ein Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland bei Ihnen zu Gast. Meine Frau und ich wurden in diesen Tagen in Ihrer Mitte mit großzügiger Gastfreundschaft und Herzlichkeit aufgenommen.

...allein mir fehlt der Glaube

Wirtschaftspolitische Gespräche auf höchster Ebene können bestenfalls zur Demonstration gemeinsamer politischer Absichten führen, die, wie Henry Kissinger vor der Konferenz in Rambouillet sagte, "den Menschen in den Industriestaaten das Bewußtsein gibt, daß sie ihr Schicksal selbst meistern können und nicht blinden ökonomischen oder anderen Kräften ausgeliefert sind".

Ein Notgroschen in der Schweiz

Die Spanier staunen nicht schlecht über ihre Börse – seit sich Francos Ende ankündigte, kletterten die Aktienkurse fast jeden Tag höher.

Ein Prinzip für den Papierkorb

Eines kann man dem "Leistungsprinzip" nicht abstreiten: seine Gefälligkeit gegenüber jedermann. Mögen andere Prinzipien bisweilen hinderlich sein, weil sie unentwegt Beachtung verlangen, so meint es das sogenannte Leistungsprinzip mit allen gut.

Ein Prinzip für die Praxis

Natürlich läßt sich die "Leistungsgesellschaft" einfach als Propagandatrick ihrer Nutznießer abtun. Man kann auch den "herkömmlichen Leistungsbegriff als Ausdruck des Kampfes aller gegen alle" verstehen, wie dies im "Orientierungsrahmen ’85" der Sozialdemokraten geschieht.

Ein Reinfall für die Russen

Am Vorabend des Tages, an dem die finanziell zerrüttete General Air Luftverkehrsgesellschaft ihren Liniendienst einstellen mußte, startete einer der beiden noch nicht gepfändeten General-Air-Jets in Saarbrücken-Ensheim ohne einen einzigen Passagier zu einem außerplanmäßigen Flug: Nach der Zwischenlandung in Nürnberg ging die dreistrahlige Yak-40 mit dem Kennzeichen D–BOBB auf Ostkurs, überflog die deutsch-tschechische Grenze und landete kurze Zeit später in Prag.

Gesucht: der gerechte Preis

Es klang wie nach Wiederherstellung von Eintracht und Frieden. "Ich halte das für eine befriedigende Lösung unserer Differenzen mit der Hoffmann-La-Roche-Gruppe", resümierte Mrs.

Wagnis GmbH fürchtet das Risiko

Sie schwärmen von robusten Gummibesen und Flugzeugen mit "ausklinkbarem, hochseetüchtigem Bootsrumpf". Sie rühmen sich mit neuartigen Blendschutzeinrichtungen für Autos und schnurlosen Bügeleisen.

Jagd auf den nackten Jumbo

Computerfabrikant Heinz Nixdorf möchte sich gern einen Kuppelpelz verdienen: Seit Wochen versucht der Paderborner Unternehmer den amerikanischen Computer-Star Gene Amdähl, bis vor einigen Jahren noch in den Diensten des Giganten IBM, mit dem deutschen Elektrokonzern Siemens zusammenzubringen.

Luftfahrtindustrie: "Mut haben zum Konkurs?"

Die Nachricht scheint des Aufhebens nicht wert: Ein schon recht betagtes Transportflugzeug der Bundeswehr, die Transall, soll künftig nur noch bei VFW-Fokker gewartet werden.

Pöseldorf war sein Geld wert

Vor etwas mehr als drei Jahren, meine verehrten Leser, sprachen wir an dieser Stelle über den Immobilien-Fonds Hamburg-Innenstadt (Pöseldorf I).

ZEIT spart Geld

Die Hamburger Landesbank hat den Nereus-Fonds 23 aufgelegt. Mit einem Kommanditkapital von 7,5 Millionen Mark sollen zwei Versorgungsschiffe finanziert werden.

Auf Hausse eingestimmt

Die Meinung aber die Zukunft der Bosse ist unheimlich einheitlich. Ein Skeptiker nach dem anderen "kippt" um und geht auf Hausse-Kurs.

Nur geringe Wachstumschancen

Während der deutsche Aktienindex seit Beginn des Jahres um etwa 31 Prozent gestiegen ist, kletterten die Aktien der Bauunternehmen im Durchschnitt um 20 Prozent.

Sonderschule – und was kommt danach?

Klaus M., 16 Jahre, besucht zur Zeit in Mannheim einen einjährigen Lehrgang zur Vorbereitung einer Berufsausbildung. In bestimmten Berufsfeldern – in Mannheim etwa in den Bereichen Metall, Holz, Farbe, Hauswirtschaft, Verkauf – werden Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz erhalten konnten, ’Grundkenntnisse vermittelt, die es ihnen ermöglichen sollen, im kommenden Jahr für den Ausbildungsmarkt attraktiver zu sein.

Rente trotz Pleite

gesamt gingen bis heute knapp hundert Millionen Mark auf den PSV-Konten ein. Die Spitzensumme von rund vier Millionen Mark zahlte Deutschlands größter privater Arbeitgeber, nämlich der Münchner Elektrokonzern Siemens.

Pharma-Gutachten

Ihr Kommentar zur Frage der Veröffentlichung der Studie über die pharmazeutische Industrie in der Bundesrepublik Deutschland (DIE ZEIT Nr.

Merkwürdiges um Dietz

Der Fall des Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Fritz Dietz (ZEIT Nr. 47: "Bitterer Zucker – peinliche Briefe"), steckte auch zu Beginn dieser Woche noch voller Merkwürdigkeiten.

Im Gleichschritt aufwärts?

Wirtschaftswissenschaftler haben eine bedeutende Feststellung gemacht: In früheren Jahren waren die Konjunkturzyklen in den einzelnen Industriestaaten gegeneinander verschoben.

Armut in Deutschland

Mit der "Mannheimer Erklärung", die dem Bundesparteitag der CDU im Juni dieses Jahres vorgelegt wurde, hat der Parteivorstand einen neuen gesellschaftspolitischen Schwerpunkt festgelegt: die "Neue Soziale Frage".

Das Geschäft mit den Dichtern

Lyrik ist wieder gefragt, hieß es auf der Frankfurter Buchmesse 1975. Es werden also wieder Gedichte gedruckt und auch gekauft, nicht nur geschrieben.

Bitte nicht soviel Angst

Die Intendanten der deutschen Funk- und Fernsehanstalten haben beschlossen, in Unterhaltungssendungen keine Politiker mehr auftreten zu lassen.

Zu Hause drüben wie hier

Anna Seghers, am 19. November 1900 als Netty Reiling, einzige Tochter eines Antiquitätenhändlers in Mainz geboren, wurde in Ost-Berlin fünfundsiebzig Jahre alt.

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