Es klingelte. Ein Mädchen aus dem Dorf wollte ein Autogramm haben. Jeden Tag klingeln Kinder wegen Autogrammen, und an Wochenenden kommen die Autogrammsammler mit dem Auto. Und das Telephon klingelt von morgens bis abends.

Von ihrer Schallplatte mit Gesang redete Helga Feddersen dann, aber die Vertreter der Firma führen zu wenig über Land, und da säßen doch die Kunden. Und von einem Zahnarzt war sie enttäuscht. Der sah ihre Zähne ganz anders als sie. „Meine Zähne müssen ihre Form behalten, sonst verändert sich doch der Mund, hab’ ich ihm gesagt.“

„‚Vier Stunden vor Elbe 1“ ‘, sagte Helga Feddersen, als ihr Mann wiederkam, „das ist mein liebstes Fernsehspiel, ‚Gezeiten‘, das ist gut, ‚Sparks in Grönland‘, das ist ganz gut, ‚Wir schießen sie‘, der Film war mittelmäßig, aber das Beste war meine Fernsehserie aus einer Berliner Schulklasse.“

„Und in den vier Pornofilmen, wo Sie auch mitgewirkt haben, waren Sie angezogen und sprachen ja nur Texte.“ „Und die Mädchen, die sich auszogen, hatten solche Angst vor ihren Texten. Im ‚Postbotenreport‘ machte ich eine Parodie auf den ‚Letzten Tango‘.“

„Und ‚Der tote Otto‘?“

„War das eine Klamotte, ich mag doch Klamotten, aber es gibt noch viel bessere, wir spielten immer vor vollen Häusern, und wenn mitten in einer Vorstellung Leute weggingen, waren das Kollegen, ausgerechnet die... Mein Durchbruch kam aber erst, als ich in Rosenthals Fernsehsendung ‚Dalli, dalli!‘ gewonnen hatte. Alle sagten, wenn du da gewinnst, bist du durch. Ausgerechnet da. Und jetzt sagen die Leute auf der Straße überall Helga zu mir und fassen mich sogar an.“

„Ihr Bruder, der den Laden mit Seemannsausrüstungen führt, wollte Kapitän werden und sitzt da unten am Hafen jetzt für immer fest.“