Wirtschaft

Manager im Minus

sollen, wenn die jetzige Phase im Sommer ausläuft. Eine Rückkehr zur Tariffreiheit ist unwahrscheinlich.

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DIE ZEIT

Sport bleibt Sport

Die XII. Olympischen Winterspiele, die jetzt in und um Innsbruck beginnen, haben in Deutschland die schlechteste Presse. Es gibt bei uns offenbar nichts, was ihnen nicht vorgeworfen wird: Sie ruinieren Österreichs Finanzen.

Konzelmanns Klamotte

Die Spione sind unter uns. Für KGB, Stasi, CIA und manch anderen Geheimdienst ist die Bundesrepublik beliebter Tummelplatz. Hier wie überall hat sich der Brauch eingebürgert, daß die legalen Residenten, die Agentenführer, von den diplomatischen oder konsularischen Vertretungen ihrer Länder aus operieren.

Die Stunde der Wahrheit

Endet die Ungewißheit in Hannover? Für kurz nach zehn Uhr am Freitag dieser Woche hat der niedersächsische Parlamentspräsident die Stunde der Wahrheit anberaumt.

Diktat oder Dialog?

Der Baubeginn des umstrittenen Kernkraftwerks Wyhl wird mindestens bis November verschoben, die Einführung der Vierminuten-Zeitgebühr bei Ortsgesprächen vorläufig ausgesetzt.

Folgt Waterloo auf Watergate?

Auf Außenminister Henry Kissingers Schreibtisch im siebten Stock des State Department liegt eine dicke Mappe mit Telegrammen.

Pralle Gesinnung, magere Vorschläge

Den Oppositionsführer Karl Carstens traf das Mitleid Herbert Wehners mit voller Wucht: "Sie überlegener Stratege", titulierte ihn der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Debatte über die Lage der Nation.

Aus dem zweiten Glied an die Rampe

Gerade an jenem Ort, der für ihn zeitlebens das Synonym für eine Nervenprobe ohne Beispiel bleiben wird, bewies Karl Ravens Nerven.

Worte der Woche

"Herrn Biedenkopf ist dringend zu empfehlen, seine Zensuren der eigenen Partei zu erteilen und endlich dafür Sorge zu tragen, daß das ‚C‘ im Firmenschild seiner Partei, das immerhin noch für ‚Christlich‘ steht, nicht vollends zur bloßen Schleichwerbung degeneriert.

Zeitspiegel

Vor dem 25. Parteitag der KPdSU betreibt die Moskauer Führung Imagepflege: Die Ausreiseformalitäten für sowjetische Juden sollen erleichtert werden.

Die Russen in Ostpreußen

Aus der noch nicht erschienenen Autobiographie des sowjetischen Schriftstellers und Germanisten Lew Kopelew, den Marion Dönhoff auf dieser Seite porträtiert, veröffentlicht das ZEITmagazin von nächster Woche an als Serie jene Kapitel, in denen er die ostpreußische Tragödie des Jahres 1945 beschreibt.

Der Endsieg der Sowjets über Hitlers Deutschland begann im Januar 1945 in Ostpreußen. Jetzt kommt ein Buch im Westen heraus, das zum erstenmal die Ereignisse jener Zeit schildert, wie sie ein Russe erlebte. Hier ein Porträt des Autors: Mitleid mit den Deutsche: neun Jahre Gefängnis

Als wir 1945 – es war etwa um diese Zeit – in Ostpreußen den Räumungsbefehl für den Kreis Preußisch Holland bekamen, war die russische Panzerspitze bereits von Südosten nach Nordwesten durchgestoßen und hatte Ostpreußen vom übrigen Deutschland abgeschnitten.

Spanien: Die Macht des "Bunkers"

Im zähen Ringen zwischen Reformern und "los Bunkers" – dem Franco-Clan – in der spanischen Regierung haben die alten Kräfte einen seachtlichen Teilerfolg errungen: Die Programm-Rede des Ministerpräsidenten Arias Navarro vor den Cortes enttäuschte alle, die auf schnelle, tiefgehende Reformen in genau beschriebenen Fristen gehofft hatten.

Neue deutsch-deutsche Abkommen: Post auf allen Wegen

Das Bündel der deutsch-deutschen Postabkommen, die im Februar paraphiert und im März unterzeichnet werden sollen, ist vermutlich die vorläufig letzte Regelung, die zwischen der Bundesrepublik und der DDR zustande kommt.

Sorgfaltspflicht der Presse: An Eides Statt

Franz Josef Strauß und die CSU haben sich um die Fortentwicklung des Rechts auf freie Berichterstattung durch Presse, Funk und Fernsehen in der Bundesrepublik verdient gemacht.

Wachwechsel im US-Geheimdienst: Wer schaut der CIA auf die Finger?

Eine gewisse Erleichterung ist da. Von einer Wetterwende wollen CIA-Beamte, die man auf Cocktailpartys trifft, noch nicht reden, aber die härtesten Zeiten der öffentlichen Verurteilung des Geheimdienstes für seine Fehltritte in der Vergangenheit scheinen vorbei zu sein.

Konferenz mit kleinen Zielen

Die Szenerie im Athener Eugenides-Planetarium war symbolhaft: Unter abgedunkeltem Sternenzelt versammelten sich die Delegationen aus den fünf Balkanländern Griechenland, Türkei, Bulgarien, Rumänien und Jugoslawien.

Moro in der Sackgasse

In Rom zeichnet sich vielmehr ein Teufelskreis von Ursachen und Wirkungen ab, den zu durchbrechen von Tag zu Tag schwieriger wird.

Ein Bruderkrieg um die Sahara?

Die arabische Solidarität hat sich erneut als trügerisch erwiesen: Drei Tage lang kämpften algerische und marockanische Truppen in der Spanischen West-Sahara gegeneinander.

BONNER BÜHNE: Wehners Signal

Am Freitag letzter Woche verstieß Herbert Wehner gegen die ungeschriebenen Bequemlichkeits-Regeln des Bundestags. Um 13.15 Uhr stellte er den Antrag, die Beschlußfähigkeit festzustellen.

Zeitliches aus Köln: Wo ist der Domschatz?

Unter dem barmherzigen Mantel des Schweigens birgt die Kölner Kriminalpolizei in der 14. Woche nach dem spektakulären Domnaub die Ergebnisse ihrer Bemühungen: "Wir wollen", sagt der Leiter der Ermittlungskommission, Gert Schulz, "daß da gar nicht mehr drüber berichtet wird.

Psychiater: Der "alte Löwe"

Als Nestor der Psychiatrie und auch als ihr "alter Löwe" ist Professor Dr. Hans Bürger-Prinz in Nachrufen gerühmt worden. Er starb, 79 Jahre alt, in der Nacht zum Freitag voriger Woche in Hamburg, wo er dreieinhalb Jahrzehnte, bis 1971, Ordinarius seines Faches war.

Professioneller Schönfärber?

Der DDR-Kalender, den das gesamtdeutsche Institut für den Unterricht an Schulen herausgegeben hat, lohnt eigentlich die Aufregung nicht.

Fummelei auf Seite 22

Es wird gefummelt. Das steht fest. Wer jedoch die nackte Dame befummelt, das ist in Bremen und in Karlsruhe die Frage. Fummeln acht Bundesverfassungsrichter? Oder sind die Fummler an der wehrlosen Nackten Parteien, Organisationen, Verbände und Kirchen? Naturalistische oder symbolische Fummelei? Die richterlich angeordnete und von der Staatsanwaltschaft Bremen vollzogene Beschlagnahme einer Karikatur in einem 118seitigen Schulfunkbegleitheft von Radio Bremen trägt groteske Züge.

Katastrophen-Prophetie: Unser Untergang um die Ecke?

Untergang ist schick geworden. Schon Paul Ehrlich – das war 1970 – wußte von ihm eindrucksvoll zu berichten und mit ihm, neben ihm, ja vor ihm ein ganzes Rudel namhafter Autoren –, von Goron Rattray Taylor über Berry Commoner bis zu Dennis Meadows und Eduard Pestel.

Von einem, der sich durchboxte

Es ist noch nicht sicher, daß dieses Buch seinen Weg machen wird. Denn was in aller Welt sollen Gebildete mit ihm anfangen, das so verdächtiger Reklamerummel begleitet – mit der Geschichte eines vielleicht großen, jedenfalls aber großmäuligen Athleten? Bekanntlich entwickeln sich Muskeln und Gehirn umgekehrt proportional.

Innsbruck 1976

Nach der Absage von Dänemark bewerben sich etwa eintausenddreihundert Sportler aus 37 Nationen um je 38 Medaillen aus Gold, Silber und Bronze.

Nun bleibt es doch bei Montreal

Die allgegenwärtige Reklameaufschriften in Innsbruck erleichtern die Orientierung darüber, wer die heimlichen Macher der 76er Neuauflage des Geschäftes mit dem Schnee sind: Fischer, Rossignol, Kneissl.

Roter Stern über Nazareth

Die Bombe platzte in Nazareth, der Stadt des jungen Jesus, kurz vor Weihnachten: Zum erstenmal in der Geschichte der Stadt und des Staates Israel wählte die überwiegende Mehrheit einen kommunistischen Bürgermeister, den arabischen Lokalpolitiker Taofik Zayad.

Startet für Deutschland

Beinahe wäre das große Ereignis buchstäblich ins Wasser gefallen. Bei der großen Sturmflut hieß es in Hamburg-Finkenwerder, dort wo Messerschmitt-Bölkow-Blohm Flugzeuge baut, "Land unter".

Fiskus jagt Sachs: Fahndung nach Schlafnischen

Zwei bayerische Dickschädel reiben sich aneinander; sie streiten um mehr als hundert Millionen Mark. Der eine, ein hoher Ministerialbeamter, ist ausgezogen, die beiden Brüder Sachs das Fürchten vor dem Fiskus zu lehren.

Dämpfer für Athen

Die Kommission bewertete die wirtschaftlichen Schwierigkeiten höher als die politischen Aspekte

BONNER KULISSE

Unmut breitete sich in der SPD-Fraktion über die Bundesbahnpläne von Bundesbahnpräsident Wolfgang Vaerst aus. Nachdem bekannt wurde, daß die Bundesbahn rund die Hälfte ihres 29 000 Kilometer langen.

Reemtsmas Renner

Nach über fünfzehn Jahren gelang dem größten deutschen Zigarettenkonzern erstmals wieder eine erfolgreiche Neueinführung

MANAGER & MÄRKTE

Wenn die Dresdner Bank mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank fusionierte, wie es ein neuaufgewärmtes Gerücht weiß, würde sie die Deutsche Bank vom Platz eins verdrängen.

Der doppelte Schleyer

Der 1. Juni 1976 wird für die deutsche Industrie ein wichtiges Datum sein. An jenem Montag wird sich entscheiden, ob sie künftig der Bundesregierung, den Parteien und der Öffentlichkeit gegenüber mit einer Stimme sprechen wird oder ob alles so bleibt wie bisher.

"Deutschland – eine Wüste"

Deutschen Boden wollen die Araber nicht erobern. Geradezu kärglich sind die Immobilienkäufe der sagenhaften Ölscheichs in Deutschland.

Plus für Unternehmer

Beim Rennen um das zu verteilende Volkseinkommen werden die Arbeitnehmer, insgesamt gesehen, in diesem Jahr schlechter abschneiden als die Unternehmer.

Atom-Kampf

Industrieminister Carlo Donat Cattin will die Aufträge vor allem der Staatsindustrie zuschanzen. Dagegen möchte der Minister für Staatsbeteiligungen, Antonio Bisaglia, auch der bisher weniger beteiligten privaten Industrie Italiens eine Chance geben.

Warten auf den Verbraucher

Walter Deuss, Vorstandsmitglied der Karstadt AG: "Für Karstadt sind die Prognosen über die Entwicklung der privaten Verbrauchsausgaben von Bedeutung.

NAMEN

"Guth ist besser als Schlecht": Wer solche sprachliche Selbstverständlichkeiten nur hört, entdeckt den tieferen Sinn erst, wenn er weiß, daß es bei diesem so subjektiven Werturteil um den Nachfolger von Bundesbankpräsident Karl Klasen geht.

Fast so schön wie 1971

Viel hat nicht gefehlt, und Deutschlands Autokäufer hätten 1975 einen neuen Rekord geschafft: Sie kauften 2,11 Millionen neue Personenwagen, ein Viertel mehr als 1974, fast soviel wie im bisher schönsten Autojahr 1971 (2,15 Millionen Stück).

Abgeschlagen

In einer einzigartigen Werbeschlacht verteidigte letztes Jahr die Winston ihren Spitzenplatz gegen den Herausforderer Marlboro, jener Zigarettenmarke, die mit ihrem Cowboy-Image zur meistgerauchten Zigarette in der Welt wurde.

Von der Utopie zur Wirklichkeit

Der Text war eindeutig: "Es darf nicht noch einmal passieren, daß ... der Machtmißbrauch der Geschäftsführer darin gipfelt, sich nach kaum überstandener Liquiditätskrise des Unternehmens selbstherrlich kräftige Gehaltserhöhungen und zusätzlich protzige Dienstwagen bewilligen zu lassen, während man vom Fußvolk Disziplin verlangt.

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