Wenn die Dresdner Bank mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank fusionierte, wie es ein neuaufgewärmtes Gerücht weiß, würde sie die Deutsche Bank vom Platz eins verdrängen. So etwas beflügelt die Phantasie.

Als vor etwa drei Jahren Hypo-Chef Anton Ernstberger erklärte, die Dresdner Bank habe ein "etwas merkwürdiges Angebot gemacht", hieß es, die Dresdner wolle die Aktien der Hypo übernehmen und den Hypo-Aktionären Dresdner-Bank-Aktien anbieten. Dafür werde sie dann ihr bayerisches Geschäft in die Hypo einbringen.

Die Dresdner Bank besitzt zwar nur sieben Prozent des Hypo-Aktienkapitals. Aber die Spekulation ist wohl nicht zu abwegig, daß die Dresdner sehr schnell zu einem größeren Paket käme, wenn die Allianz Versicherung, in deren Aufsichtsrat Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto sitzt, ihre 22prozentige Hypo-Beteiligung an sie verkaufen würde.

Die nächste Auto-Preiserhöhung kommt bestimmt. Nur wann, das ist die Frage. Wenn es allein nach den deutschen Herstellern gegangen wäre, hätte die Frühjahrspreisrunde längst begonnen. Doch die Auto-Manager wurden vorerst zurückgepfiffen – von gewichtigen Stimmen aus den Arbeitgeberverbänden. Wie könne man die gewerkschaftlichen Tarifpartner, so lautete das aufschiebende Verbandsargument, zu Mäßigung überreden, wenn die Industrie schon jetzt die Preise erhöhe?

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In den ersten elf Monaten seiner Amtszeit war Manfred Lennings, dem neuen Chef des größten deutschen Investitionsgüterkonzerns, das Glück nicht gerade hold. Zwar schreibt kein Unternehmen des GHH Gutehoffnungshütte Aktienvereins (MAN, Ferrostaal, Kabelmetal) rote Zahlen. Aber insgesamt sieht es in der Gruppe nicht allzu rosig aus.

Im Geschäftsjahr 1974/75 schrumpfte der GHH-Gruppenumsatz um sechs Prozent auf 9,9 Milliarden Mark. Die Umsatzrendite kümmerte bei etwa einem Prozent. Besserung ist bisher nicht in Sicht: "Weder im In- noch im Auslandsgeschäft" erkennt Lennings "Anzeichen für eine nachhaltige Tendenzwende."