Wirtschaft

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DIE ZEIT

Der Anfang vom Ende

Zwar ist die Macht endgültig verteilt worden, aber die angolanische Mehrheit hat dieses Diktat nicht gewollt. Mehr noch: Die Sowjetunion bediente sich in Angola nicht nur ihrer kubanischen Söldner, sondern auch einer einheimischen Minderheit, um rüde die eigenen Interessen durchzusetzen.

Vor einer bitteren Wahl

Noch vor wenigen Jahren hätte es kaum jemand für möglich gehalten. Über eine Million Arbeitslose, das schien in der von einer langanhaltenden Vollbeschäftigung ververwöhnten Bundesrepublik undenkbar.

Zeitspiegel

Der Überschall-Jet Concorde, britisch-französische Gemeinschaftskonstruktion, leidet offenbar noch an Kinderkrankheiten. Bereits während des Linien-Eröffnungsfluges am 21.

Zwischen allen Stühlen

Sogar geübte Interpreten vielsagend formulierter Kommuniqués zeigten sich uneinig. Was sie in Streit geraten ließ, war die Frage: Läuft die jüngste Fassung der Bedenken und Bedingungen, die die Union zu den Polen-Verträgen präsentiert hat, eher auf ein Einlenken oder auf ein neues, wenngleich verklausuliertes „Nein“ hinaus? Indizien für die eine wie die andere Deutung gab es am Dienstag dieser Woche nach der gemeinsamen Sitzung der CDU/CSU-Führungsmannschaft und der Ministerpräsidenten der Union genug.

Vorwahlen in Amerika: Poker, Schach und Roulette

Die Bürger des amerikanischen Bundesstaates New Hampshire können am Dienstag nächster Woche Geschichte machen. Sie haben es in der Hand, mit ihrem Votum eine wichtige Vorentscheidung über den nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zu fällen.

Herbert Weichmann wird 80: Anwalt für den gerechten Staat

Die Zahl derer, die Herbert Weichmann zu seinem 80. Geburtstag am 23. Februar persönlich gratulieren werden, wird nicht sehr groß sein: seine Frau Elsbeth, sein Sohn Frank, Professor der Physik, vielleicht der Generalkonsul der Bundesrepublik.

Die SEW schwimmt sich frei

Unter den westeuropäischen Kommunisten gärt es. Der französische KP-Chef Marchals läßt den Begriff "Diktatur des Proletariats" aus dem Parteiprogramm streichen, weil das Wort Diktatur "die Verneinung der Demokratie selbst" bedeute.

Wenn das Vertrauen fehlt

Die Gewinnerwartung, die sich mit einem Investitionsvorhaben verbindet, wird von vielen Faktoren bestimmt. Preis und Lohn dürften gesamtwirtschaftlich gesehen die mit Abstand wichtigsten sein (der Lohn auch indirekt über den Lohngehalt der Vorproduktpreise).

Arbeitslose Akademiker

Juristen mit durchschnittlichen Examina verdienen sich ein Zubrot als Taxifahrer, ein Bauingenieur will eine Würstchenbude eröffnen, meldete kürzlich eine Münchner Zeitung.

Arbeitslose Jugendliche

Jeder neunte Arbeitslose, so zeigt die letzte Strukturanalyse vom September 1975, ist ein Jugendlicher unter zwanzig Jahren.

Arbeitslose Frauen

Von den knapp 27 Millionen Erwerbstätigen in der Bundesrepublik sind fast zehn Millionen Frauen – rund 30 Prozent aller Beschäftigten.

Die wichtigste Bedingung

Vollbeschäftigung wird sich, mittelfristig gesehen, einstellen, wenn erwartet werden kann, daß diejenigen, die arbeiten wollen, für ihre Arbeit nicht mehr verlangen, als das Ergebnis dieser Arbeit am Markt wert ist.

Höhere „Normalarbeitslosigkeit“?

Je mehr die Lohnpolitik ihre Möglichkeiten der Lohnsteigerung ausschöpft, um so größer ist im durchschnitt für den einzelnen, der kündigt, entlassen wird oder neu ins Erwerbsleben eintritt, der Zeitbedarf für die Arbeitssuche und gegebenenfalls für die Anpassung des persönlichen Anspruchsniveaus an die gebotenen Möglichkeiten, mit anderen Worten: um so höher ist die jeweilige „Normalarbeitslosigkeit“.

Sättigung der Märkte?

Mangel an Nachfrage war in den vergangenen Jahren, ja in der gesamten Nachkriegszeit kein Hauptproblem der Wirtschaftspolitik; im Gegenteil, Sorgen bereitete der dauernde Hang zur Ubernachfrage.

Wozu dient die Druckkammer?

Unser Organismus ist ein Verbrennungsmotor. Die Energie, die jede Körperzelle für ihre Funktion benötigt, stammt aus einem Verbrennungsprozeß, bei dem sich bestimmte Substanzen mit Sauerstoff verbinden.

Porno in der Schule?

Die Leser, die am Montagmorgen vergangener Woche die Frankfurter Rundschau anriefen, waren sauer und wollten ihren Zorn abladen.

Das Derby der Schnecken

Als sich die Verhandlungspartner am Montag zu ungewöhnlich früher Stunde trennten, hatte Heinz Kluncker, der Vorsitzende der mächtigen Gewerkschaft öffentlicher Dienst, Transport und Verkehr (ÖTV), einen ersten Schuß vor den Bug bekommen.

Gastarbeiter: Abschieben

Während Bundeskanzler Helmut Schmidt die Befürchtungen der Kirchen zerstreut, Bonn wolle die Gastarbeiter gegenüber ihren deutschen Kollegen benachteiligen, propagiert Baden-Württembergs Ministerpräsident Filbinger ein rigoroses Rückführungsprogramm für die Ausländer.

BONNER KULISSE

Ausgefuchste Könner haben den Bundestag hinters Licht geführt. Zu diesem Ergebnis kam SPD-MdB Bernhard Bussmann. Nachdem im vergangenen Dezember die Regelbeförderung im öffentlichen Dienst (automatischer Aufstieg ohne Leistungsnachweis) abgeschafft wurde, wollte Haushaltsexperte Bussmann jetzt wissen, welche Auswirkungen dies auf die Dienststellen des Bundes hätte.

Industriepolitik: Atompakt

Wenn heute von deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen die Rede ist, wird in der Regel eitel Lob gespendet. Ist nicht der Handelsaustausch intensiver denn je? Doch, die Euphorie über den Handel läßt leicht vergessen, daß die Kapitalverflechtung zwischen den beiden Industrien nach wie vor unterentwickelt ist.

Bodenrecht: Ende einer Reform

Noch kämpft Karl Ravens, doch sein Kampf wird so enden, wie er für Reformpolitiker seit geraumer Zeit zu enden pflegt: mit einer Niederlage.

Ölpreis: Kartell in Not

Seit einiger Zeit wackelt der Ölpreis. Nicht offiziell, zu merken aber an den unterschiedlichen Rabatten, die von einzelnen Förderländern gewährt werden.

Manager & Märkte

Neckermann die Schau gestohlen Filtergefechte der Zigarettenfirmen Daimler will schneller werden Jacobs wieder wunderbar

Luftfahrtindustrie: Planspiele mit dem Bankrott

Daß ein Freitag, der auf den 13. fällt, tatsächlich Unglück bringen kann, mußte Daniel J. Haughton, bis vor kurzem Chairman der Lockheed Aircraft Corporation, vor wenigen Tagen erfahren.

Rückzug der Weißkittel

Gleich zweimal schlugen Spitzenfunktionäre der Hamburger Kassenärzte in der vergangenen Woche Alarm. Mit telephonischen Rundspruchaktionen nach dem Schneeballsystem von Arzt zu Arzt – wie sie sonst nur bei Katastrophenfällen praktiziert werden – rief am Dienstag und Donnerstag vergangener Woche der hanseatische Ärztestand zu einer sonntäglichen Protestaktion ins Hamburger Congress Centrum.

Rüstungsindustrie: Das Parlament überspielt

Die deutsche Luftwaffe kann endlich aufatmen. Niemand in der Bundesrepublik wird ihr noch nehmen, womit sie in Zukunft fliegen will – das Mehrzweckkampfflugzeug MRCA (Multi Role Combat Aircraft).

Ende der spanischen Arbeitsfront?

ZEIT: Herr Minister, Sie sind mit 41 Jahren das jüngste Mitglied der ersten Regierung des Königs Juan Carlos I. und gelten als Reformer.

Warten auf den Durchbruch

Seit Jahresbeginn ist der Aktienindex in der Bundesrepublik um nicht ganz ein Prozent gestiegen. Das soll nicht heißen, daß die Börse sechs Wochen lang auf der Stelle getreten hat.

Der Franc bleibt trotzdem schwach

Regierungssprecher Grünewald, mit Kanzler Helmut Schmidt auf Konsultationsbesuch in Nizza, gab sich zuversichtlich: „Monetäre Fragen machen dem Bundeskanzler und dem Staatspräsidenten nach meinem Eindruck keine Sorgen.

Das Tal liegt hinter uns

Gathmann: Keineswegs, an offenen Immobilienfonds hat noch kein Anleger eine Mark verloren. Das wird auch künftig nicht anders sein.

Wie man ein Unternehmen ruiniert

Die Gesundschrumpfung kam zu spät, die Finanzspritzen der Banken zeigten keine Wirkung: Unter der Last eines Schuldenberges von 1,8 Milliarden Dollar wird die W.

„Du in Deiner Eigenschaft“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lehnt, wie sein Vorsitzender und die Sprecher der Einzelgewerkschaften immer wieder betont haben, den Bonner Mitbestimmungskompromiß ab und plädiert nach wie vor für „Parität“.

Und sie belebt sich doch...

Die Bundesbank diagnostiziert eine langsame Erholung der Wirtschaft, appelliert aber gleichzeitig an die Tarifparteien, den Aufschwung mit einer maßvollen Lohnpolitik zu stützen.

Gemeinsam wieder bergauf

Die Talsohle ist durchschritten; in den Industrieländern geht es wieder bergauf, wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Und wieder zeigt sich eine einheitliche Entwicklung: Gemeinsam in die Rezession, gemeinsam in den Aufschwung.

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