Überraschendes Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie: In dem USA wächst die Zahl der Arbeitsuchenden schneller als die Bevölkerung.

In den Vereinigten Staaten sind trotz der außergewöhnlich hohen Arbeitslosigkeit, die im vergangenen Mai mit einer Quote von 9,2 Prozent ihren Höhepunkt erreichte und gegenwärtig bei 7,8 Prozent liegt, ebenso viele Menschen beschäftigt wie im Durchschnitt der letzten 27 Jahre.

Zu diesem Überraschenden Ergebnis kamen Wirtschaftswissenschaftler, die die Zahl der Erwerbstätigen zur Gesamtbevölkerung in Beziehung setzten. Danach arbeiten zur Zeit 55,2 Prozent der Erwerbsfähigen. Von 1948 bis heute waren es nur unwesentlich mehr. 55,4 Prozent der jeweiligen Bevölkerung im Alter von über 16 Jahren.

Der Grund: Der Anteil der Arbeitsuchenden an der Bevölkerung wuchs in den letzten Jahren wesentlich rascher als die Bevölkerung selbst – eine Entwicklung, die wegen des sich verändernden Bevölkerungsaufbaus auch in der Bundesrepublik zu erwarten ist. Von 1968 bis 1974 suchten zusätzlich elf Millionen Menschen – vornehmlich Frauen, Jugendliche und Farbige – einen Job. Das waren zwei Millionen mehr, als von der Regierung vorhergeschätzt worden war.

Aber viele von ihnen hielten nur Ausschau nach einem Nebenverdienst, um das Familieneinkommen aufzubessern, und wechselten ihre Arbeitsstelle entsprechend häufig.