Bundesrechnungshofs-Präsident Hans Schäfer läßt nicht locker: Im Mai will er sich mit den Präsidenten der Landesrechnungshöfe für zwei Tage in Bad Reichenhall treffen, um weiter darüber zu beraten, wie man im Bereich des öffentlichen Dienstes jene „Einsparungen in Milliardenhöhe“ erzielen könnte, die Schäfer – und nicht nur er allein – für möglich hält.

An Gesprächsstoff wird es den Präsidenten nicht fehlen. Ein Drittel der Bonner Ministerialsekretärinnen könnte freigesetzt werden; es gibt zu viele Dienstwagen und Chauffeure; Leerlauf, wohin man blickt. Auch wollen die Rechnungsprüfer dafür plädieren, ins Strafgesetzbuch den Straftatbestand der „Haushaltsuntreue“ einzuführen, um schludrige Staatsdiener endlich beim Schlafittchen packen zu können. Kein Zweifel, lauter wichtige Themen.

Doch für den Punkt „Verschiedenes“ am Ende der Tagungsordnung des Präsidenten-Treffs hätten wir noch einen Vorschlag. Warum muß die Konferenz in Bad Reichenhall stattfinden? Gewiß, das Städtchen ist hübsch. Aber Frankfurt, der Sitz des Bundesrechnungshofes, wäre billiger. Einer muß ja mal mit dem Sparen beginnen.