„Mir stinkt es, nichts zu tun“, meinte Brigadegeneral a. D. Peter Bensien nach seiner Rückkehr aus Teheran, wo er zwei Jahre lang im Auftrag der bundeseigenen Industrieverwaltungsgesellschaft (IVG) den Persern als Militärberater diente. Bensien („Teheran war ein Erlebnis“), der sich noch zu fit fühlt, um den Ruhestand passiv zu genießen, sucht jetzt neue Aufgaben.

Einzelheiten über seine Teheraber Tätigkeiten wollte und konnte der Ex-General nicht mitteilen, weil er zur Geheimhaltung verpflichtet ist. Eine Nachricht, die er aus dem Iran mitbrachte, konnte Bensien allerdings nicht bei sich behalten. Weil Bonn dem Schah den Ankauf des deutschen Kampfpanzers „Leopard“ verweigert, hätten sich die Perser für den britischen „Chieftain“ entscheiden müssen. Bensien ist sicher, daß die Briten weder die Liefertermine einhalten noch ein Fahrzeug liefern werden, das auch fährt.

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Zwei Milliarden Mark, eine in diesem und eine im nächsten Jahr, hofft Finanzminister Hans Apel einsparen zu können, wenn er nächste Woche zur Ratssitzung der EG-Finanzminister fährt. Schon seit einiger Zeit ist eine Neubewertung der Rechnungseinheit fällig. Eine Einheit dieses fiktiven Europa-Geldes kostet Bonn bisher 3,66 Mark. Nach Bonner Vorstellung sollten, es nur drei Mark sein.

Der hohe Kurs der Rechnungseinheit läuft auf eine versteckte Subvention des EG-Haushalts hinaus, durch die dem deutschen Steuerzahler 1976 und 1977 zusammen rund zwei Milliarden mehr aufgebürdet werden.

Ministerialdirektor Otto-Erich Geske, Apels Bonner Mann für EG- und internationale Finanzbeziehungen, ist optimistisch, weil bis auf England und Italien alle Lander für eine Neufestsetzung der Rechnungseinheit seien. Die Briten könnten sich auch nicht querlegen, weil sie die Änderung dem Grundsatz nach schon während der Beitrittsverhmdlungen vor ihrem Referendum akzeptiert hatten. Apels Wünsche wird in Brüssel EG-Kommissar Wilhelm Haferkamp nachdrücklich unterstützen.

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