Optionen in der herkömmlichen Form gelten als komplizierte, undurchsichtige Transaktionen. Ein Aktionär („Stillhalter“) verkauft dabei ein Anrecht auf eine bestimmte Anzahl seiner Aktien (am US-Markt jeweils 100 Stück). Der Käufer zahlt dafür eine Prämie (zwischen zehn und 25 Prozent des beim Abschluß geltenden Kurses). Zu diesem Kurs (Basispreis) kann er innerhalb der festgesetzten Frist (drei, sechs, neun oder zwölf Monate) die 100 Aktien vom Stillhalter abrufen (Call- oder Kaufoption). Das wird er tun, sobald der Aktienkurs so weit über den Basis- oder Bezugspreis angestiegen ist, daß für ihn nach Abzug seiner gezahlten Prämienkosten ein Gewinn übrig bleibt. Steigt der Kurs nicht oder fällt er gar, läuft die Option am Verfalltag aus. Der Einsatz des Käufers ist verloren. Der Nachteil gegenüber dem neuen Verfahren in den USA: Beide Partner – Aussteller und Käufer – sind auf Gedeih und Verderb bis zur Ausübung der Option oder bis zum Verfalltag gebunden. Plötzliche Änderungen am Aktienmarkt oder an den privaten Voraussetzungen können nicht mehr berücksichtigt werden.