Vorsicht mit Höchstbeiträgen

Die Schwierigkeiten der gesetzlichen Rentenversicherungen sind nur durch einen Abbau bisher gemachter Leistungszusagen zu überwinden. Darüber sind sich alle Experten einig. Bis zur Bundestagswahl im Herbst bleiben jedoch alle Sanierungspläne in der Schublade. Die Versicherten müssen sich aber heute schon auf „Nivellierungen“ der Leistungen einstellen. Die Mannheimer Lebensversicherung schlägt dazu folgendes vor: Freiwillig Versicherte, welche die Höhe ihrer Beiträge selbst bestimmen können, tun gut daran, keine Höchstbeiträge zu entrichten, sondern möglichst Beiträge mittlerer Höhe. Falls nicht andere Gründe dagegen sprechen – wie eventuell „Verwässerung“ des persönlichen Prozentsatzes für die Bewertung beitragsloser Zeiten –, ist es außerdem günstiger, einen bestimmten Geldbetrag auf einen größeren Zeitraum zu verteilen (mehr Versicherungsjahre), als einen kürzeren Zeitraum mit Höchstbeiträgen zu belegen.

Spenden mit Abschreibungstrick

Die Abschreibungsbranche, bekannt für ihren Einfallsreichtum, hat die Spender entdeckt. Nach § 10 Abs. 1 EStG sind Ausgaben zur Förderung mildtätiger, kirchlicher, religiöser, wissenschaftlicher und staatspolitischer Zwecke bis zur Höhe von fünf Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte als Sonderausgaben abzugsfähig, für wissenschaftliche Zwecke sogar zehn Prozent. Die Abschreiber wollen daraus folgende Konstruktion zimmern: Der Spender erwirbt wissenschaftliche Geräte von einem Hersteller zu 35 Prozent des Listenpreises. Er verpflichtet sich, sie einer Universität oder einem Institut zuzuwenden. Bei seiner Einkommensermittlung sollen die Geräte jedoch zu hundert Prozent des Listenpreises abgesetzt werden. Maßgebend sei allein der Wert, des zugewendeten Gegenstands. Obwohl ein Finanzamt – wahrscheinlich in Unkenntnis der Hintergründe – eine solche Konstruktion anerkannte, ist damit zu rechnen, daß die Finanzbehörden schließlich doch nur eine Spende dieser Art in Höhe der Anschaffungskosten zum Abzug zulassen werden.

Neue Bausparregelung

Ein auf den Namen des Mannes abgeschlossener Bausparvertrag kann jetzt von Ehepaaren, bei denen die Ehefrau Arbeitnehmerin im Betrieb des Ehegatten ist, unter Ausnutzung des 624-Mark-Gesetzes noch wirksamer als bisher gespart werden. Die Geschäftsstelle öffentliche Bausparkassen macht darauf aufmerksam, daß die Ehefrau nunmehr bei Vorliegen eines steuerlich anerkannten Arbeitsverhältnisses und der sonstigen Voraussetzungen „die Arbeitnehmer-Sparzulage Zweifelsfrei auch dann erhalten kann, wenn sie mit ihrem Arbeitgeber-Ehegatten vereinbart, daß er Teile ihres Arbeitslohnes vermögenswirksam auf einen Bausparvertrag überweist. Diese Regelung soll die Vermögensbildung innerhalb der Familien der Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Ehepaare fördern und entspricht mithin dem Sinn des 624-Mark-Gesetzes.