„Können“ auf polnisch

Ein der polnischen Sprache kundiger Zeitgenosse hat sich Gedanken darüber gemacht, wie die Polen wohl das umstrittene Wort „können“ in dem Brief Außenminister Genschers übersetzt haben. Das polnische Wort für „können“, „móc“, reicht in seiner Bedeutung wesentlich weiter als das deutsche. Es bedeutet nämlich auch, und zwar durchaus und zwingend synonym: „das Recht haben; die Kraft haben; die Macht haben; dürfen; mögen“. Nach sprachlichen Kriterien hätte man also das Wort „können“ gar nicht zu streichen brauchen.

Unbekannte Bibel

Im katholischen Ungarn ist die Bibel zu einer unbekannten Schrift geworden. Nur noch ein kleiner Prozentsatz der jüngeren Generation ist mit der Bibel vertraut. Für den weitaus größten Teil der jungen Ungarn ist sie lediglich „ein Buch, in dem alte Frauen lesen“, oder „ein heiliges Buch“. Dies ergaben, laut Radio Free Europe, jüngste Umfragen. Schuld daran ist, so der Bischof von Pecs, Jozsef Cserhati, daß in den größeren Städten der Religionsunterricht so gut wie gar nicht mehr und in den Dörfern nur noch von einem Viertel der Schulkinder besucht wird.

Wetter vor Tradition

Die amerikanische Botschaft im westafrikanischen Liberia hat es eilig – wenn es ums Feiern geht. Offensichtlich etwas länger dauert es mit dem Briefeschreiben. So erfuhr denn das State Department in Washington erst jetzt, daß die amerikanischen Staatsbürger in Monrovia schon am 21. Februar den 4. Juli, den Nationalfeiertag, begangen hätten, „denn im Juli sind wir mitten in der Regenzeit“, erklärte Botschafter Bean.

Sozialistischer Humor