Deutsche Babcock: Sonderstellung

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Babcock & Wilcox AG, Oberhausen, an der der Iran mit etwa 25 Prozent beteiligt ist, war von einer Krise im deutschen Maschinenbau nichts zu spüren. Der Vorstand ist auch mit dem laufenden Geschäftsjahr zufrieden. Der Ende Februar gebuchte Auftragswert betrug 6,8 Milliarden Mark, das sind 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verwaltung hatte keine Schwierigkeiten, bei den Aktionären eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 4:1 um 37,3 auf 175 Millionen durchzusetzen. Die jungen Aktien werden zum Preis von 150 Mark angeboten. Ausgeschüttet wurden unverändert acht Mark auf die Stamm- und 8,50 Mark auf die Vorzugsaktien.

Rheinische Hypothekenbank: Dividende gleich

Die zum Commerzbank-Bereich gehörende Rheinische Hypothekenbank, Frankfurt, hat der Reservenstärkung Vorrang vor einer Dividendenerhöhung gegeben. Für 1975 werden wieder neun Mark pro Aktie ausgeschüttet Von dem Jahresüberschuß von 32,6 Millionen Mark werden 22,5 Millionen den Rücklagen zugeführt. Danach betragen sie 203,3 Millionen bei einem Aktienkapital von nur 51,7 Millionen.

Hermes: Verluste im Griff

Die Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, mußte 1974 einen versicherungstechnischen Verlust von zehn Millionen hinnehmen, 1975 hat er sich auf fünf Millionen halbiert. Er kann mit Überschüssen aus dem „allgemeinen Geschäft“ kompensiert werden. Für 1974 war die Dividende von 14 auf acht Prozent gesenkt worden, für 1975 steht deren Höhe noch nicht fest. Für die Bundesregierung ist Hermes als Bearbeiter für Ausfuhrgarantien tätig. Dafür erhält sie eine entsprechende Vergütung. Die Ausfuhrbürgschaften laufen nicht über die Hermes-Bilanz. Erstaunlich gering sind die aus diesem Geschäft fälligen Entschädigungszahlen. 1975 waren es nur 29 Millionen Mark, die der Bund zu übernehmen hatte. Und dies bei einem Bürgschaftsvolumen von über 50 Milliarden.

Westfälische Hypothekenbank: Expansion