In der Bundestagsdebatte über die Mitbestimmung kam es zu einer Kontroverse über die Bezeichnung „Ermächtigungsgesetz“, die vom Wirtschaftsrat der CDU benutzt worden war.

Dr. Graf Lambsdorff (FDP):... Ernster allerdings, Herr von Bismarck, erscheint mir die Debatte um das Stichwort „Ermächtigungsgesetz“. Spräche der CDU-Wirtschaftsrat für die deutsche Wirtschaft, so würde ich sagen, daß diese Wortwahl eine Schädigung des Ansehens der deutschen Wirtschaft bedeutet.

(Beifall bei der FDP und SPD)

Aber der CDU-Wirtschaftsrat spricht eben nicht für die deutsche Wirtschaft. Man weiß manchmal, wenn man die Stellungnahme aus Ihrer eigenen Partei zu seinen Äußerungen hört, überhaupt nicht, für wen er eigentlich spricht. Sie hätten besser getan, Herr von Bismarck, so meine ich jedenfalls, diesen Ausdruck von vornherein und klar als einen Mißgriff zu kennzeichnen und damit diese Debatte zu beenden.

(Beifall bei der FDP und der SPD – Zuruf von der SPD: Das kann er ja noch nachholen!)

Ich möchte allerdings zu Ihrer Zwischenbemerkung oder Zwischenfrage, Herr Kollege Wehner, sagen, daß es nicht nur eine Kränkung Ihrer Seite des Hauses ist, wenn Ihnen unterstellt wird, daß Sie mit der heutigen Zustimmung einem Ermächtigungsgesetz zustimmen. Es ist eine Kränkung aller, auch derjenigen, meine ich, in der CDU-Fraktion, die heute zuzustimmen bereit sind.

(Wehner [SPD]: Für andere kann ich doch nicht sprechen)