1. In der Ausgabe Nr. 12 der „Zeit“ vom 12. 3. 1976 erwecken Sie mit der Schlagzeile auf Seite 1 „Marion Gräfin Dönhoff: ,Bild‘ wütet gegen den Fortschritt im Strafvollzug“ sowie der Überschrift auf Seite 3 „Kampagne gegen den Fortschritt“ und der Unterzeile „Mit Lug und Trug versucht ‚Bild‘, alte Vorurteile neu zu beleben“ den Eindruck, daß sich die Berichterstattung der „Bild“-Zeitung gegen den Fortschritt im Strafvollzug wendet.

Diese Darstellung entspricht nicht den Tatsachen.

Wahr ist, daß sich „Bild“ weder in der Serie über die Zustände in der Strafvollzugsanstalt Fuhlsbüttel noch in anderen Veröffentlichungen gegen den Fortschritt im Strafvollzug ausgesprochen hat.

2. „Die Zeit“ behauptet ferner, daß die „Bild“-Zeitung der Anstalt II Vorfälle aus anderen Anstalten anlastet, die zum Teil schon Jahre zurückliegen. Wörtlich heißt es in dem Bericht der „Zeit“: „Weder der dort zitierte Schnapsbrenner, der 90prozentigen Schnaps brennt, noch der entwichene Sicherungsverwahrte Leibhold ... stammen aus Anstalt II.“

Diese Behauptungen sind unwahr.

Wahr ist, daß „Bild“ über gegenwärtige Vorfälle der Anstalt II berichtete. Entgegen der Darstellung in der „Zeit“ wird in der Strafvollzugsanstalt II 90prozentiger Schnaps hergestellt. Der Sicherungsverwahrte Leibhold wurde im Zusammenhang mit der „Bild“-Serie nicht erwähnt.

3. Mit dem Zitat aus der „Bild“-Zeitung: „Bei jedem Besuchstag geht’s zu wie am Schalter der Dresdner Bank. Die Tausender flutschen nur so über den Tisch. Wenn ich Geld brauche, schließe ich mit meinem Nachschlüssel das Beamtenzimmer auf und telephoniere über den Behördenapparat mit meiner Frau: ,Bring die Blauen zum Besuchstag mit!’ sag’ ich nur. Wenn ich in Santa. Fu 5000 Mark auf die Schnelle brauchte, hätt’ ich das Geld in 30 Minuten, ohne Zinsen und so“ wird der Eindruck erweckt, daß sich eine derartige Handlung nicht in der Anstalt II zugetragen hat.