Streit um „Bayernbank“

Brose sucht Partner

Was ein richtiger Bayer ist, vor allem: wer sich auch so nennen darf, darüber streiten auch Bayern. Sogar bayerische Bankiers. In diesem Fall geht es darum, welches weißblaue Institut den griffigen Ehrentitel „Bayernbank“ führen darf.

Gerade eben versucht Karl-Theodor Jacob, Präsident der Bayerischen Landesbank Girozentrale, das Publicity versprechende Kürzel für sein Haus zu reservieren. Damit ärgerte er Werner Premauer beträchtlich, den Chef der Bayerischen Vereinsbank. Der erinnerte sich nämlich, daß beide Ende 1975 vereinbart hatten, keiner dürfe.

Für den Ausgang des Bruderstreits gibt es einen Präzedenzfall. Vor ein paar Jahren hatten sich die Vereinsbank und die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank das Attribut „Bayerische Bank“ vor Gericht gegenseitig streitig gemacht – mit dem Ergebnis, daß beide verzichten mußten.

Die Deutsche Bank will die von ihr mitfinanzierten Großtanker durchhalten und nicht „ungeduldig“ Verluste realisieren. Der Sprecher der Bank, Franz Heinrich Ulrich, belehrte alle Andersgläubigen: „Wer nicht bereit ist, auch einmal Verluste hinzunehmen, der sollte nicht Bankier, sondern Oberlehrer oder Pastor werden.“

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