Pfalz-Kredit-Bank zahlt aus

Fast 16 000 ehemalige Kunden der geschlossenen Pfalz-Kredit-Bank haben ihre Spareinlagen inzwischen zurückerhalten. Mehr als 2000 Sparkontoinhaben müssen auf Rückzahlung warten, weil entweder noch keine Antwort auf das Auszahlungsangebot der Einlagensicherungs-GmbH vorliegt, die Guthabenhöhe strittig ist, die Erstattungsanträge unvollständig ausgefüllt worden sind oder der gegenwärtige Wohnsitz nicht zu ermitteln war.

Warnung vor zu hohen Provisionen

Wer sich an sogenannten Verlustzuweisungs-Projekten beteiligen will, sollte bei der Beurteilung der Offerten in erster Linie auf die im Emissionsprospekt ausgewiesenen Vorkosten achten. Das rät Heinz Gerlach, Herausgeber des Branchen-Informationsdienstes „Der Kapitalmarkt“. Für „Vergütungen für Vorbereitung und Konzeption“, „Kapitalbeschaffungskosten und Werbung“, „Gründungskosten“ werden oftmals 20 bis 30 Prozent der Gesamtinvestionen gebraucht, also nur 70 bis 80 Prozent der Betriebsmittel stehen für den eigentlichen Investitionsgegenstand zur Verfügung. Selbst renommierte Vertriebsgesellschaften verlangen 15 Prozent der von den Kapitalanlegern einzuzahlenden Investitionssumme.

Unseriöse Immobilienschützer

Selbst die Deutsche Bundesbank, höchste Adresse unter den Banken, ließ sich täuschen. In einem Schreiben „An alle Spitzenverbände des Kreditgewerbes“ vom 16. Januar 1975 äußerte sie sich lobend über die Tätigkeit der „Deutschen und Schweizerischen Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz e. V.“. Was die Währungshüter nicht wußten, deckte jetzt Herbert Lemke, Inhaber und Chefredakteur des in Köln erscheinenden „Geld-Magazins“ auf. Statt vor Kriminellen zu schützen, hofften die Initiatoren – zwei pfiffige Anwälte –, mit einem Schlag zur größten Vertriebsgesellschaft für Auslandsimmobilien aufzusteigen. Ihre Schutzgemeinschaft sowie eine „Börsengemeinschaft für Auslandsgrundbesitz“ krankte jedoch an der eigenen „Rechtsunsicherheit“. Den Schutz vor Kriminellen – so Lemke – hätten sie selber nötig gehabt. Mit ihrem Geschäftsführer muß sich jetzt die Staatsanwaltschaft befassen. Die Vorwürfe in einer Strafanzeige: Betrug in Mittäterschaft, Unterschlagung, Veruntreuung, Nötigung, Erpressung.

Abzugsfähige Bauspargebühren

Finanzämter weigerten sich bislang, die Abschlußgebühren eines Bausparvertrages als abzugsfähige Werbungskosten anzuerkennen. Diese Rechtsprechung ist jetzt mit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH v. 3. 6. 1975 – VIII 80/73) aufgegeben worden. Für die Anerkennung als Werbungskosten sind jedoch zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Erstens muß der Abschluß des Vertrages in einem engen zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Hausbau stehen, und zweitens muß es sich um ein Objekt handeln, das vermietet werden soll.