Für die überbetriebliche Fort- und Weiterbildung des Bankennachwuchses wurde 1957 die Bankakademie gegründet. Als Träger fungieren seit 1966 Verbände des deutschen Kreditwesens in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die Geschäftsstelle befindet sich in Frankfurt/M. Wöchentlich an zwei Abenden oder an Wochenenden findet der Unterricht an über zwanzig bedeutenden Bankplätzen (u. a. Berlin, Bremen, Essen, Frankfurt, Hannover, Köln, Ulm, Würzburg) statt. Sowohl im Abendstudium wie bei der Samstagregelung werden etwa sechs Stunden pro Woche erteilt. Die Studiendauer beträgt drei Semester. Sie endet mit der Prüfung zum Bankfachwirt vor der Industrie- und Handelskammer.

Als Lehrbuch und Studienbegleitmaterial dient das Nachschlagewerk „Bankwirtschaft“, das die Bankakademie in Zusammenarbeit mit vielen hervorragenden Fachleuten zu den einzelnen Bankdisziplinen herausgebracht hat. Es ist eingeteilt in die Sachgebiete Bankbetriebslehre, betriebswirtschaftliche Grundlagen, volkswirtschaftliche Grundlagen, Bankrecht. Wiederholungs- und Testfragen ergänzen das Lehrmaterial, um Lernfortschritt und Lernmotivation zu fördern.

Bewerber für die Bankakademie werden aufgenommen, wenn sie das 21. Lebensjahr vollendet, eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Kreditinstitut und eine mindest zweijährige bankbetriebliche Berufspraxis nachweisen können. Eine einjährige bankbetriebliche Tätigkeit genügt, wenn ein weiteres Jahr Berufspraxis bis zur Beendigung des Studienganges erworben werden kann. In Ausnahmefällen können Sondergenehmigungen erteilt werden. Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen kann zu den Unterrichtsgebühren und Prüfungsgebühren Beihilfe nach dem Bundesarbeitsförderungsgesetz gewährt werden.