BHF-Bank: Plus 84 Prozent

Günter Becker, einer der fünf haftenden Gesellschafter der Berliner Handels- und Frankfurter (BHF) Bank, verriet das Geheimnis für den glänzenden Abschluß des Geschäftsjahrs: „Es wurde alles getan, was getan werden mußte und vieles, was getan werden konnte.“ Das Plus von 84 Prozent für den Betriebsüberschuß, der jetzt 68,6 Millionen Mark erreichte, bringt den Aktionären eine Mark mehr Dividende; pro Aktie zehn Mark. Am guten Ergebnis ist das Wertpapiergeschäft erheblich beteiligt. Zins- und Provisionsüberschüsse verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr um 31,6 Prozent. Das Ergebnis des Hauses wird allerdings von der Ausweitung des Geschäftes beeinflußt. Zusammen mit den übernommenen Bankhäusern Otto Wieckhorst und J. Magnus & Co. Wilhelm Ree jr. in Hamburg, die als BHF-Filiale weitergeführt Werden, erreichte die Bank ein Geschäftsvolumen von 7,836 Milliarden Mark. Nachdem bereits Konzerntöchter in Zürich und Luxemburg ansässig sind, zieht es die erfolgreichen Bankiers nun auch nach New York. Dort wollen sie im Herbst eine eigene Filiale eröffnen.

Eurasbank: Für Expansion gerüstet

Bei der Europäisch-Asiatischen Bank AG, Hamburg (gehört zu EBIC-Gruppe, die in der Bundesrepublik durch die Deutsche Bank repräsentiert wird) ist das Kapital auf 56 Millionen Mark verdoppelt worden. Das Eigenkapital beträgt jetzt 94,9 (37,9) Millionen und trägt der Expansion des Instituts Rechnung. Auf das alte Aktienkapital von 28 Millionen wird erstmals eine Dividende von zehn Prozent verteilt.

CCC: Aufregendes Jahr

Für die Hamburger Unternehmensgruppe Coutinho, Caro & Co (CCC) begann das Jahr mit Überraschungen. Michael Thomas, langjähriger Generalbevollmächtigter, machte in Hamburg „einen eigenen Laden auf“. Thomas, der den einstigen Stahl- und Eisenhändler in 17 Jahren zum Großlieferanten schlüsselfertiger Fabriken und gewerblicher Bauten hochtrimmte, zog die Spezialisten Wolfgang Croos, ehemaliger CCC-Afrika- und Nahostmann und Rudolf Brandes, technischer Geschäftsführer bei CCC, in sein neues Unternehmen mit hinüber. Thomas, der den Start in seinem 60. Lebensjahr wagt, glaubt nicht, daß „durch den Weggang einiger maßgeblicher Leute ein so großes Unternehmen kaputtgehen wird“. Andreas Coutinho, bislang einziger persönlich haftender Gesellschafter der Gruppe, entschloß sich danach zu einer völligen Umstrukturierung der Gruppe. Sie wird künftig als Kommanditgesellschaft auf Aktien geführt. Am Kapital in Höhe von 32,5 Millionen Mark, das zu 60 Prozent bei einer Holding und zu 40 Prozent bei der Moorgate Trust Co. (Channell Islands) liegt, sind seit dem 1. April die bisherigen Kollegen von Michael Thomas beteiligt, Heinrich A. Koch, Helmut Sternberg und Wolf-Elmar Warning. Der Umsatz des Hauses betrug 1975 etwa 500 Millionen, weltweit sogar 1,94 Milliarden Mark. Dieses Volumen wird im laufenden Jahr wohl nicht erreicht werden, glaubt Andreas Coutinho. Trotzdem gibt sich der 37jährige optimistisch. Nachdem die Gruppe 1974 schlüsselfertige Fabriken im Wert von 180 Millionen Mark in alle Welt lieferte, rechnet er bis zum Jahresende mit neuen Aufträgen für schlüsselfertige Industrieanlagen zwischen 200 und 800 Millionen Mark. Um mit dem erwarteten Boom fertig zu werden, gründete das Haus einen speziellen Ingenieur-Service-Pool.Der ausgeschiedene Michael Thomas, der sich mit seiner Firma zu einem Faktor im Großanlagen-Export entwickeln will und mit dem jüngeren Andreas Coutinho „einfach nicht auskommen“ konnte, glaubt, daß auch für zwei starke Exporteure Platz genug ist

Deutsche Hypothekenbank, Berlin-Hannover: Hohe Zinsrückstände