Die ersten zehn Tage der UNCTAD-Konferenz in Nairobi auf der reiche und arme Länder die Weichen für eine neue Weltwirtschaftsordnung stellen wollen, um eine „faire Verteilung des Reichtum-Zuwachses“ zu erreichen, haben keine Ergebnisse gebracht. Im Gegenteil: Die Fronten haben sich verhärtet. Die rohstoffproduzierenden Entwicklungsländer halten an ihrer Forderung nach radikalen und dirigistischen Eingriffen in das gesamte Weltwirtschaftssystem fest. Dagegen forderte der Amerikanische Außenminister Kissinger sie auf, sie sollten die freie Marktwirtschaft des Westens akzeptieren, wenn sie weiterhin Investitionen, Technologie und Entwicklungshilfe von den Industriestaaten erwarteten. Er schlug die Grindung einer Rohstoffbank mit einem Kapital von einer Milliarde Dollar vor, welche die Wirtschaft in den unterentwickelten Staaten vorantreiben soll. Gegen diesen Plan sind jedoch nicht nur die Betroffenen, sondern auch Franzosen und Chinesen eingenommen.