Die Insel Fünen, das sind in Wirklichkeit 29 dänische Inseln, im Kattegat gelegen, mit noch vielen unentdeckten Ferienplätzen, angefangen von der Hauptinsel mit dem Zentrum Odense (da denkt man an den dänischen Märchenerzähler Hans Christian Andersen), über Langeland bis hin zu den vielen kleinen Inseln, von denen ein Teil gar nicht bewohnt ist. Die Einsamkeit dieser Inselwelt wird nur im Sommer unterbrochen, wenn die Urlauber kommen, um, mit Zelt und Proviant ausgerüstet, ein bißchen das nachzuempfinden, was Robinson Crusoe seinerzeit auf seiner Insel erlebt haben muß. Was Wunder, das Fyntour (Møllergade 20, 5700 Svendborg, Dänemark), das für die Insel zuständige dänische Reisebüro, diese Form von Urlaub „Robinson-Crusoe-Urlaub“ nennt.

So einsam wie auf den vielen unbewohnten Inselchen ist man in Fünen natürlich nicht überall. Aber die Landschaft strahlt Ruhe aus: weite Felder, unterbrochen von Hügeln und Wäldern, überall das unvermeidliche Wasser. Man läuft niemals weit bis zum Strand. Alles wirkt irgendwie winzig, unverdorben. So flach wie das Land, so niedrig sind auch die bunten Fachwerkhäuser mit ihren Butzenscheiben und tiefgezogenen Strohdächern rechts und links der Straßen. Und so gemütlich, wie sich die Bewohner des Inselreiches geben, so gelassen sollte man auch seinen Urlaub angehen. Das beginnt schon beim Autofahren, hier – wie überall in Dänemark – liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 90 km/st, wer sich ihr nicht unterordnet, muß mit harten Strafen rechnen.

Am besten läßt man seinen Wagen ganz zu Hause, nutzt die Möglichkeiten, Fünen auf andere Weise zu erforschen, zum Beispiel mit dem Fahrrad. Radtouren kann man bei Fyntour buchen. Man erhält eine Landkarte, mit eingezeichneten Route und Beschreibungen der am Wege liegenden Sehenswürdigkeiten. Mahlzeiten und Übernachtungen sind reserviert. Oder man macht sogenannte Schleifentouren, wohnt in einem Hotel und erkundet von dort aus per Fahrrad Landschaft und Umgebung. Für sechs Tage zahlen Erwachsene ab 294 Mark.

Wen es aufs Wasser zieht, der mietet sich ein Boot, der wohnt, kocht und schläft an Bord. Für ein Segelboot zahlt man in der Hauptsaison ab 924 Mark pro Woche, Motorboote sind schon ab 672 Mark zu haben.

Den Irländern abgeguckt haben die Dänen die Präriewagen, die für rund 570 Mark pro Woche angeboten werden. Alle Wagen haben Koch-, Schlaf- und Waschgelegenheit, sie sind für vier Personen eingerichtet. Boot oder Präriewagen: beides verlockende Ideen, vorausgesetzt, man kennt seine Mitfahrer gut genug, um sich auf so engem Raum möglichst nicht auf die Nerven zu gehen.

All diese Urlaubsmöglichkeiten kann man auch „in Familie“ nutzen, wenn man es nicht vorzieht, in Hotels zu wohnen. Es gibt sie vom einfachen, gutbürgerlichen Gasthof (Übernachtung mit Vollpension ab 50 Mark) bis hin zum entsprechend kostspieligeren, dafür aber auch sehr vornehmen, alten Herrenhaus (in der im südlichen Teil der Hauptinsel gelegenen Steensgaard Herregårdspension zum Beispiel zahlt man pro Person und Übernachtung für ein Zimmer mit Bad und WC rund 84 Mark).

Daneben findet man Bauernhöfe (rund 29 Mark zahlen Erwachsene für Vollpension, Bungalows je nach Größe ab 256 Mark pro Woche) oder Ferienzentren wie zum Beispiel das ebenfalls im Süden der Hauptinsel gelegene „Tre Roser“, wo man für vier Personen 470 Mark pro Woche zahlt (alle Preise gelten für die Hauptsaison). Bei Fyntour kann man für alle angegebenen Urlaubsarten und Unterkunftsmöglichkeiten Prospekte und Preislisten anfordern.