Zwei von drei Mark Umsatz kommen bei der Mannesmann AG aus dem Ausland – teils als Erlös aus Exportgeschäften, teils aus eigenen Umsätzen der Beteiligungsgesellschaften im Ausland. So ergab sich 1975 bei einem Weltumsatz von 13,1 Milliarden Mark – Mannesmann hat zum erstenmal eine Weltbilanz erstellt – ein Exporterlös von 6,6 Milliarden oder 50 Prozent. Rechnet man die zwei Milliarden Mark Umsatz der ausländischen Töchter hinzu, dann kommt man auf 8,6 Milliarden Mark oder 65 Prozent. Zum Vergleich: 1970 lag der Auslandsanteil noch bei 35 Prozent.

Vom Export gehen fast zwanzig Prozent in den Ostblock, beinahe ebensoviel wie in die EG-Länder. Hier finden die spektakulären Röhrengeschäfte ihren Niederschlag, die Mannesmann mit der Sowjetunion abgeschlossen hat. Sie sichern nicht nur die Beschäftigung der Großrohrwerke, sie werfen auch einen ansehnlichen Gewinn ab.

Wenn die Russen immer wieder auf die Röhren von Mannesmann zurückgegriffen haben, dann wegen der pünktlichen Lieferung und der Qualität. Die geschweißten Rohre werden für Pipelines in Sibirien verwendet, die extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind. Nicht ohne Grund wird der für die Röhren verwendete Stahl seit einer Reihe von Jahren unter die Edelstahlqualitäten eingereiht.

Weltweit sind für Mannesmann knapp 110 000 Mitarbeiter tätig, für die im vergangenen Jahr mehr als 3,8 Milliarden Mark aufgewendet wurden. Davon waren knapp drei Milliarden Löhne und Gehälter und gut achthundert Millionen Mark Sozialausgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung.