16-Milliarden-Auftrag für die Veba? Tun, was Toni Schmücker will Der Autokauf – eine Geduldsprobe

Die vom Bund beherrschte Veba AG rechnet sich Chancen aus, den größten Auftrag zu bekommen, den jemals ein deutsches Unternehmen erhielt. Es geht um ein 16-Milliarden-Projekt am Roten Meer. Dort will Saudi-Arabien ein Industrie-Kombinat aus der Wüste stampfen. Die Kontakte zwischen Kronprinz Fahd und Veba-Chef Rudolf von Bennigsen-Foerder vermittelte Bundeskanzler Helmut Schmidt, der den Manager zusammen mit anderen Industriellen auf seine eben beendete Arabienreise mitnahm.

Weniger Glück hatte ein anderer Kanzlerbegleiter, Siemens-Vorstand Paul F. Dax. Er hatte gehofft, daß sich Schmidt bei den Gastgebern für einen Vier-Milliarden-Mark-Auftrag zur Modernisierung des Telephon-Netzes stark machen würde. Doch im Fall Siemens gab sich der Kanzler unabhängig: „Ich besorge doch nicht die Geschäfte der Industrie.“ Der Auftrag geht jetzt voraussichtlich an Philips.

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„Das ist ein Prachtgebäude“, so sprach Ludwig Poullain, „das man nur mit erhobenen Händen betreten kann.“ Auf diese Weise beschrieb der Chef der Westdeutschen Landesbank 130 leitenden Angestellten, die den Jahresabschluß 1975 feierten, einen Grundstückserwerb aus Genossenschaftshand in Frankfurt. Die West LB, an Deutschlands wichtigstem Geldplatz bisher nur mit einem Börsenbüro vertreten, will sich in Frankfurt etablieren, um noch besser ins internationale Geschäft zu kommen.

Das Haus liegt standesgemäß an der Taunusanlage. Und der Nachbar ist sogar ein Verwandter, der Bau-Konzern Philipp Holzmann. An ihm hat sich die Bank gerade zu 25 Prozent beteiligt. Das Paket stammt aus dem Nachlaß des gescheiterten Textilindustriellen und Spekulanten Hans Glöggler.

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