Berliner Fundsachen

Bei der britischen Militärregierung in Berlin liegt eine ungewöhnliche Fundsache. Einige Betonrohre, wie sie von der DDR als Maueroberkante verwendet werden, sind vor einiger Zeit in Richtung West-Berlin heruntergefallen. Als DDR-Grenzer die Rückgabe des Staatseigentums forderten, erklärte West-Berliner Polizei sich für unzuständig. Schließlich holten die zuständigen Besatzungsbehörden die Fundsache ab und beschieden die DDR-Organe, sie könnten ihr Eigentum bei der Militärregierung am Olympia-Stadion abholen, aber bitte nicht mit Armeelastwagen oder Fahrern in Uniform. Seitdem scheint die DDR kein Interesse an ihren Mauerstücken mehr zu haben. Nach britischem Recht werden die Bruchstücke sechs Monate aufgehoben und dann möglicherweise als Souvenirs unter die Soldaten aufgeteilt.

Teurer Tod

Die Brüsseler Kommission hat keine Möglichkeit, das rasante Ansteigen der Bestattungskosten im EG-Raum Zu verhindern. Das geht aus einer Antwort der Kommissare auf die Anfrage eines Bundestagsabgeordneten hervor, der sich über das Preisgebaren der Beerdigungsunternehmer beschwert hatte, Wie die Kommission weiter mitteilte, geben die Römischen Verträge keinerlei Handhabe, gegen Monopolstellungen von Beerdigungsfirmen in den einzelnen EG-Ländern vorzugehen. In der Bundesrepublik haben sich die Bestattungskosten laut Angaben der „Times“ in den letzten fünf Jahren verdoppelt.

Sir Harold als TV-Star

Sir Harold Wilson, bis vor kurzem britischer Premier, wird der Öffentlichkeit Großbritanniens auch künftig nicht vorenthalten werden. Im Herbst wird er der Kommentator einer 13teiligen Fernsehserie mit dem Titel „Ein Premierminister über Premierminister“ sein. Ein paar Monate später ist Sir Harold Star einer Reihe von Fernsehinterviews, in der der Journalist David Frost den ehemaligen Regierungschef über sein Leben in der Politik befragen will.

Bruch in der Swapo?