Beobachtet in Hamburg: Eine Arbeitskolonne der Bundesbahn ist damit beschäftigt, Schottersteine unter Eisenbahnschwellen zu pressen. Die Arbeiter benutzen dazu schwere Rüttelwerkzeuge, die einen solchen Höllenlärm verursachen, daß selbst noch in einiger Entfernung von der Arbeitsstelle die Ohren schmerzen. Die Arbeiter tragen aber nicht einmal einen lärmdämpfenden Ohrenschutz.

Überdies werden die Hämmer nicht durch Preßluft, sondern durch Benzinmotoren angetrieben, deren Abgase die ganze Kolonne in eine bläuliche, stinkende – und natürlich gesundheitsschädliche Wolke hüllen.

In Schweden hätten die Gewerkschaften das Recht, eine solche Arbeit sofort zu stoppen – und würden es auch tun, wenn es Unternehmen gäbe, die ihren Mitarbeitern solche Umweltbedingungen zumuten. mj