Bei der ersten Auktion „verdiente“ der IWF 67 Millionen Dollar.

Die erste Goldauktion des Internationalen Währungsfonds (IWF) war ein Erfolg: Der befürchtete Preisrutsch ist ausgeblieben. Der Marktpreis hielt sich nach der Auktion in Washington bei 127 Dollar je Unze, der Auktionspreis war 126 Dollar. Zu diesem Preis sind alle angebotenen 780 000 Unzen verkauft worden. Der Fonds errechnete einen Gewinn von je 40 Dollar je Unze, das sind insgesamt 67 Millionen Dollar.

Die Auktion war die erste von vielen, die während der nächsten beiden Jahre in Abständen von 6 Wochen stattfinden werden. Diese Verkäufe sind auf der Währungskonferenz in Kingston auf Jamaika beschlossen worden. Sie gelten als Anfang eines längeren Prozesses, in dessen Verlauf das Gold seiner währungspolitischen Funktionen entkleidet werden soll.

Um diese Absicht glaubhaft zu machen, soll zunächst ein Sechstel des Goldes verkauft werden, das die Mitgliedsländer beim Währungsfonds eingezahlt haben. Ein weiteres Sechstel wird an die Einzahler in natura zurückgegeben.

Das Interesse am Gold war lebhaft. Die Namen der Bieter und Käufer wurden jedoch nicht bekanntgegeben. Der Fonds hat allerdings mitgeteilt, daß er Gebote zum Kauf von 2 368 000 Unzen erhalten habe. Die Bieter waren bereit, zwischen 126 und 134 Dollar je Unze zu zahlen.

Wenn der jetzt realisierte Preis von 126 Dollar im Durchschnitt aller Auktionen erzielt werden kann, würde der Währungsfonds einen Gesamtgewinn von fast 2,2 Milliarden Dollar Gewinn machen. Diese Summe ist für einen Fonds bestimmt, aus dem Entwicklungsländer zinsgünstig Kredite erhalten. R. H.