Börsianer atmen wieder auf. Endlich bekam der Aktienmarkt wieder Farbe. Bereits am Donnerstag vergangener Woche machte sich die Wende bemerkbar: Das Bayer-Bezugsrecht wurde noch vor amtlicher Notiz zu 2,90 Mark gehandelt. Das gab Auftrieb. Nachdem es mit drei Mark zum offiziellen Handel zugelassen worden war, gab es am Freitag dann doch die erhofften Kursaufschwünge.

Bayer profitierte mit 4,80 Mark, Mannesmann zog um 5,50 Mark an, Siemens mit 5,30 und die Deutsche Bank mit 6,80 Mark. Damit allerdings war das Interesse auch schon weitgehend erschöpft. Die Mehrzahl der Aktien wartete vergeblich auf den Beginn einer neuen Aufschwungphase. Immerhin endete mit der plötzlichen Wende eine etwas verwirrende Börsenwoche.

Der Berufshandel hatte sich während der vorausgegangenen Sitzungen wohl doch etwas zuviel vorgenommen, hieß es in einem Börsenkommentar Mitte vergangener Woche. Nachdem noch am Montag und Dienstag der Vorwoche eine deutliche Verbesserung der Kurse eingetreten war, herrschte am Mittwoch ausgesprochen schlechte Stimmung.

Die Verluste betrugen zwischen ein und zwei Mark. Besonders betroffen waren Bankaktien. So verlor die Deutsche Bank fünf Mark, die Dresdner 4,60 Mark und die Commerzbank 4,50 Mark. Daimler gab um 5,30 Mark nach. Karstadt lag mit minus zehn Mark an der Spitze der Tagesverlieren.

Die kräftige „Pfingstbörse“ vom vergangenen Freitag hielt allerdings ebensowenig wie der kurze Aufschwung am Wochenende zuvor. Am Dienstag dieser Woche kehrte wieder Ruhe ein. Bei sehr kleinen Umsätzen konnten sich die Kurse gerade behaupten. Das Bayer-Bezugsrecht sackte leicht auf 2,85 Mark ab. jfr.