Dicke Eltern haben in der Regel dicke Kinder oder solche, die im Erwachsenenalter dick werden. Eine Erklärung dafür ist die Möglichkeit, daß dicke Eltern dazu neigen, ihre Babys zu überfüttern, was dann zur Anlage vermehrter Fettzellen führen könnte. Denkbar ist es auch, daß hier ein Erbfaktor mitspielt. Einen Beitrag zur Aufklärung des Kausalzusammenhangs leisteten Mary Griffith und Philip Payne von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Sie erkannten einen Unterschied im Energieumsatz zwischen Kindern normalgewichtiger und adipöser Eltern. Bei zwanzig Vier- bis Fünfjährigen mit normalem Gewicht und gleicher Größe wurden Energieaufnahme (Nahrung und Getränke) und Energieverbrauch (Puls- und Sauerstoffverbrauch) verglichen. Acht der Kinder hatten wenigstens einen übergewichtigen Elternteil. Und genau diese acht Kinder nahmen im Durchschnitt weniger Energie auf und verbrauchten auch weniger Energie als die übrigen Kinder. Dieser Unterschied, der durchaus signifikant war, kann auf eine Spur für die Ermittlung des Faktors führen, der für die ererbte oder erworbene Anlage zum Dickwerden verantwortlich ist.

*

Wenn sich Doktor Yakichi Asakawa von der japanischen Gesellschaft der Mechanischen Ingenieure nicht geirrt hat, läßt sich die Dauer der Erhitzung und der Abkühlung bestimmter Materialien mit elektrischen Feldern wesentlich beeinflussen. Mehr noch: Dieser bemerkenswerte Sachverhalt müßte Generationen von Physikern entgangen sein, obwohl ihn der Forscher aus Nippon mit einem Experiment gefunden haben will, das jeder Physikstudent und die meisten Gymnasialschüler Schon einmal ausgeführt haben. Immerhin hat die Wissenschaftszeitschrift „Nature“ (20. Mai) Asakawas Originalarbeit veröffentlicht, was darauf schließen läßt, daß sie zumindest von den gelehrten Gutachtern dieses hochrenommierten Fachblattes ernst genommen wird.

Asakawa fand heraus, daß Wasser in Gegenwart eines elektrischen Feldes von 15 Kilovolt Wechselspannung (60 Hertz) in der Hälfte der normal dazu erforderlichen Zeit zum Kochen gebracht werden konnte. Und ein Eisenstab, der teilweise in kochendes Wasser getaucht worden war, erreichte in zehn Minuten die Temperatur von 76 Grad – ohne elektrisches Feld nur 63 Grad. Andererseits soll sich erhitztes Material in dem Spannungsfeld wesentlich langsamer abgekühlt haben als unter normalen Umständen. Die Rate, mit der sich die Erwärmung beschleunigt und die Abkühlung verzögert, soll von der Position der Elektroden abhängen, von denen das elektrische Feld ausgeht. Sollten diese Befunde in anderen Experimenten erhärtet werden, dann müßten sich die Physiker Gedanken über die Ursache machen, Überlegungen, die dann vermutlich zu bedeutsamen neuen Erkenntnissen über das Verhalten von Materie führen würden.

*

Pflanzen wachsen in einer mit Kohlendioxid angereicherten Atmosphäre schneller als in normaler Luft. Diese seit einigen Jahren bekannte Tatsache will der amerikanische Chemiker Dr. Conard Fernelius von der Kent State University im US-Bundesstaat Ohio ausnutzen, um die Krappheit von Energiespendern wie Kohle und Erdöl zu beheben. Sein Vorschlag: Ersatz der sich erschöpfenden fossilen Brennstoffe durch rezente, die sich ständig erneuern können. Ein an Wasser, Sonnenschein und Boden reicher Staat wie etwa Florida könnte in offenen, windgeschützten Feldern schnellwachsende Pflanzen, zum Beispiel Getreue oder Sonnenblumen, ziehen und sie mit Kohlendioxid aus gereinigten Verbrennungsabgasen „beregnen“. Das Gas ist schwerer als Luft und reichert sich am Boden an. In einer derartiger Umgebung könnte, wie Versuche in Treibhäusern zeigten, mit einer mindestens um den Faktor zehn gesteigerten Wachstumsrate gerechnet werden; die Pflanzen würden also die eingestrahlte Sonnenenergie viel effektiver verwerten. Nach der Ernte würde man die Früchte als Nahrungsmittel verwenden, die übrigen Pflanzenteile trocknen und zur Energiegewinnung verbrennen und die Abgase wieder auf die Felder leiten. Ein solcher Kreislauf könnte, so Fernelius, Floridas Energieversorgung autark machen.

*

Biochemiker eines Forschungsinstituts in Texas haben Teile zweier verschiedener Viren miteinander kombiniert und daraus ein Virus erhalten, das bei jungen Beagles, Seidenäffchen und mehreren Primaten, darunter auch Schimpansen, Krebs hervorruft. Seymour Kalter und seine Mitarbeiter an der Southwest Foundation for Research and Education in San Antonio hatten ein Virus, das bei Pavianen Krebs hervorruft, mit einem bei Mäusen kanzerogen wirkenden Virus kombiniert. Beide Viren hatten keine krebserzeugende Wirkung bei den zuvor genannten Tieren, bei denen das Pseudovirus-Kombinationsprodukt jedoch Tumoren hervorrief. Wegen der engen Verwandtschaft mit dem Menschen ist die an Schimpansen gefundene krebserzeugende Wirkung von besonderer Bedeutung, zumal dieser Erreger auch in einer Kultur aus menschlichen Hirnzellen Transformationen in Krebszellen hervorrief. Das U.S.-Krebsinstitut ermahnt auf Grund dieses Befundes die Virusforscher, bei Experimenten mit Virus-Kombinationen äußerste Vorsicht walten zu lassen. Diese Experimente sind wichtig, um die Frage nach der Existenz von Viren, die bei Menschen Krebs hervorrufen, zu klären. Bisher sind solche Erreger noch nicht eindeutig identifiziert worden.