Birgit Breuel: Es gibt kein Butterbrot umsonst. Gedanken zur Krise, den Problemen und Chancen unserer Wirtschaft. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien, 157 Seiten, 9,80 DM.

Nicht oft haben Autoren die Möglichkeit, ihre Forderungen durchzusetzen. Birgit Breuel hat sie. Nach einigen Jahren als wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft wird sie im Oktober in den Bundestag einziehen. Sie soll sich in einer sehr geschickten Rede im Hamburger Landesverband dazu qualifiziert haben. Man wird darauf achten müssen, was sie in Bonn unternehmen wird, damit ihre zentrale These „mehr Marktwirtschaft, weniger Staat“ zum politischen Programm wird. Sie hat in ihrem Büchlein nicht verschwiegen, was konkret zu geschehen habe: „Die politischen Kräfte müssen in behutsamen Schritten auf mehr Selbstbeteiligung des einzelnen und eine Verstärkung seiner Risikobereitschaft hinwirken.“ Sie meint, Leistungen sollten nicht nur gefordert, sondern auch erbracht werden; es gibt eben kein Butterbrot umsonst. Otto Wolff von Amerongen hat ein 24 Seiten langes Vorwort geschrieben; noch ein paar Seiten mehr, und die Leser hätten sich die Lektüre des Büchleins erspart. R. H.

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