Chloroform, die früher als Narkosemittel verwendete und heute noch immer wichtige Chemikalie für die Herstellung von Plastic, Arzneimitteln, Treibgasen, Kühlmitteln, Farben, Pflanzenschutzmitteln, Zahnpasten und als Lösungsmittel in der Photo- und Reinigungsindustrie, verursacht bei Labortieren Nieren- und Leberkrebs. Das ergab eine Studie an Ratten und Mäusen, die im Auftrag des amerikanischen Gesundheitsministeriums ausgeführt worden ist. Die Behörde hatte diese Untersuchung gefordert, weil Chloroform eine der Substanzen ist, die in der Umwelt von Industriestaaten besonders häufig vorkommen. Das Ergebnis, dessen Signifikanz unbestreitbar ist, wird von den amerikanischen Gesundheitshütern als „definitiv für die getesteten Tierklassen und als Warnung für eine mögliche krebsverursachende Wirkung des Chloroforms beim Menschen“ eingeschätzt.

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Daß Rauchen schädlich ist, weil es das Risiko, an Lungenkrebs oder am Herzinfarkt zu sterben, vervielfacht, weiß inzwischen wohl jeder Mensch. Diese krankhaften Folgen der Tabaksucht werden auf die Teer- und Nikotinbestandteile im Tabakrauch zurückgeführt. Wenig beachtet jedoch ist ein nicht minder gefährlicher Stoff im Rauch, das Kohlenmonoxyd, das nicht nur dem Raucher selbst, sondern auch denjenigen Nichtrauchern Schaden zufügen kann, die in der Nähe von Rauchern zum Passivrauchen gezwungen sind. Daß das mit dem Zigarettenrauch eingesogene oder beim unfreiwilligen Mitrauchen eingeatmete Kohlenmonoxyd tatsächlich zu Veränderungen am Blut führt, hat Professor William Anderson von der American Lung Association unlängst nachgewiesen. Das Kohlenmonoxyd hängt sich an das Hämoglobin des Blutes an und bildet so das Carboxyhämoglobin, das Anderson schon nach wenigen Minuten des Rauch-Einatmens im Blut ermitteln konnte. Bei einigen seiner Versuchspersonen waren bereits nach einer einzigen Zigarette drei Prozent des Hämoglobins in Carboxyhämoglobin umgewandelt. Bei einem solchen Anteil beginnt schon die Leistungsfähigkeit des Zentralnervensystems zu schwinden. Carboxyhämoglobin vermag nicht den Sauerstoff aus der Lunge in die Körperzellen zu transportieren, weshalb bei Rauchern und Mitrauchern eine Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff eintritt, die insbesondere an Hirn und Nerven zu dauernden Schäden führen kann.

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Parapsychologen,wie der mit seinem Buch über Gedankenphotographie auch in Deutschland bekanntgewordene Jule Eisenbud, glauben allen Entlarvungen zum Trotz unerschütterlich an die paranormalen Geistesgaben des Zauberkünstlers Uri Geller: Aus diesem Grunde sah sich das Komitee für die wissenschaftliche Untersuchung paranormaler Phänomene veranlaßt, Herrn Geller per Einschreiben aufzufordern, sich einer wissenschaftlichen Untersuchung seiner angeblichen „power“ zu stellen. Geller, der vor Jahren schon einer solchen Aufforderung der ZEIT nicht nachgekommen war, weil er „nicht wollte, daß jegliche Unsicherheit über seine übermenschliche Begabung verschwände und somit seine Auftritte in Zukunft für die Menschen uninteressant würden“, hat eine 45-Tage-Frist erhalten. Innerhalb dieser Frist soll er unter kontrollierten wissenschaftlichen Bedingungen irgendeine von ihm selbst gewählte Demonstration seiner außergewöhnlichen Psi-Kraft liefern. Unterzeichnet haben diesen Brief so illustre Wissenschaftler wie der Philosoph Paul Kurtz, der Biochemiker und Science-fiction-Autor Isaac Asimov, der Logiker und Mathematiker Martin Gardner (vom Scientific American), der Logiker W. V. Quine, Antony Flew aus Großbritannien, der Psychologe Roy Hyman und Sidney Hook von der Stanford-Universität.