Die einzig verändernde Kraft der Zukunft ist wohl ohne Zweifel der Mensch. Durch seine Tat- und Erfindungskraft schafft er sich immer neue Dinge, die ihm das Leben noch bequemer und erträglicher machen. Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung, sprach man von der „Gesetzmäßigkeit“, daß die Menschheit auf dem Wege zu einer immer höheren sozialen, gesellschaftlich-technischen und moralischen Daseinsform sei. Diese These hat sich in allen Bereichen bestätigt. Die Menschheit steht heute auf dem höchsten sozialen, gesellschaftlich-technischen und moralischen Stand. Auch die unabsehbare Entwicklung auf dem wissenschaftlichen, technischen und industriellen Gebiet ist unbestritten.

Trotzdem wird es in den nächsten hundert Jahren keine gravierenden Veränderungen mehr geben. Es sind in diesem Jahrhundert sehr viele Erfindungen gemacht worden, die in naher Zukunft nur verbessert, aber nicht durch andere Erfindungen völlig aus dem Verkehr gezogen werden können. Dazu gehört zum Beispiel die Raumfahrt. Wenn man in einiger Zeit auf dem Mars landen wird, wird man immer noch eine Rakete benutzen, die eben nur einige Verbesserungen aufweisen kann. Die einzigen entscheidenden Veränderungen in der nahen Zukunft werden im medizinischen Bereich liegen.

Lothar Depner, 17 Jahre

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Der technologische Fortschritt mit seinen Innovationen und Weiterentwicklungen wird den Menschen und seine Umwelt weit stärker als bisher prägen. Gravierend dabei ist die Veränderung der Umwelt. Die immer drastischer werdende Umwandlung der natürlichen Landschaft in Industriegebiete, Straßen, Großstädte muß Einfluß auf Verhalten und Psyche des Menschen zeigen. Im Konkreten denke man nur an die meist verheerenden Folgen des modernen Städtebaus. Betonburgen, Schlafstädte und der tägliche Streß auf der Straße degradieren den Menschen zu einem Wesen, bei dem soziale Sensibilität verkümmern muß. Dies wirkt sich nicht nur schlimm auf die Familie aus, sondern das neue Verhalten hat auch negative Konsequenzen für öffentliches und politisches Auftreten.

Technik und Wissenschaft wird, wenn unkontrolliert, den Menschen überrollen. Unsere Aufgabe ist es, dies zu verhindern.

Petra Heußer, 18 Jahre