Wasser im Tank ist der schlimmste Sand im Getriebe eines Autos. Mag sein, daß deshalb erst jetzt Versuche angelaufen sind, den fahrbaren Untersatz mit einer Emulsion aus Benzin und Wasser zu betreiben. Wenn man den Treibstoff in winzigsten Partikeln in Wasser "aufhängt", so daß er sich nicht mehr von ihm trennt, kann, so haben amerikanische Technologen festgestellt, ein Drittel des Benzins gespart werden. Dennoch überwiegen einstweilen noch die Nachteile: Die Mischung laßt erheblich mehr freie Kohlenwasserstoffe an die Außenwelt gelangen, es sammeln sich mehr Rückstände im Motor an, der Kalt-Wetter-Start wird zum Problem und die Motorleistung wird weniger elastisch. Die Forschung wird sich also noch allerlei einfallen lassen müssen, bis Wasser im Tank zur Selbstverständlichkeit wird.

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Eine 800-Kalorien-Diät hat sich zur Bekämpfung der Fettleibigkeit besser bewährt als die sogenannte Nulldiät. Das haben Versuche in der Bundeswehrklinik Bad Zwischenahn in Oldenburg ergeben. Fast 200 Bundeswehrangehörige, die wegen starken Übergewichts in das Krankenhaus eingeliefert wurden, erhielten, unter strenger ärztlicher Aufsicht, eine abwechslungsreiche Diät, die 62 Gramm Eiweiß, 107 Gramm Kohlehydrate und 13 Gramm "versteckte" Fette enthielt, Streich- und Kochfett wurde nicht verwendet. Bei einem stationären Aufenthalt von etwas weniger als einem Monat verloren die Patienten im Durchschnitt etwa achteinhalb Kilo. Sie führten ein leichtes Sportprogramm durch. Die Zwischenahner Ärzte halten die 800-Kalorien-Diät für besser als den völligen Nahrungsentzug, weil hinterher kein Heißhunger einsetzt, der den Erfolg der Kur zunichte machen könnte. Die verminderte Nahrungsaufnahme ist ein "Trainingsprogramm" für neue Eßgewohnheiten.

Alljährlich werden in Indien immer noch etwa 40 Menschen von Tigern überfallen und getötet; es ist wie zu Kiplings Zeiten, als Shir Khan bekämpft werden mußte, weil er ein Menschenjäger war. Dieser Kampf gegen den schleichenden Feind hat dazu geführt, daß in den Mangrovensümpfen der Sunderhaus am Golf von Begalen nur noch etwa 150 Tiger leben. Vor zwei Jahren waren es noch 1800. Damit der Bengaltiger vor dem völligen Aussterben bewahrt wird, versuchen jetzt indische Zoologen durch Anlage von Süßwassertränken den Durst des Tigers nach Menschenblut zu mindern. Sie vermuten nämlich, daß die Tiger deshalb Menschenfleisch für besonders köstlich halten, weil sie dauernd Brackwasser trinken müssen.

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Daß Kraftfahrer der Beruf ist, der am meisten zum Herzinfarkt prädisponiert, ist seit langem bekannt. Nicht nur der Streß der stundenlangen Aufmerksamkeit ist die Ursache, sondern auch die sitzende Lebensweise, der Bewegungsmangel. Nun aber hat sich gezeigt, daß viele der Kraftfahrer, wenn sie wegen eines überstandenen Infarkts in einen anderen Beruf überwechseln, gerade denjenigen wählen, der in der Reihe der Risiko-Berufe an zweiter Stelle steht: Den des Pförtners oder des Wachtmannes. Das Risiko liegt nach Ansicht von Ärzten und Soziologen einer Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation in Tutzing in der Tatsache, daß man sich unter Pförtner etwas sehr Gemächliches vorstellt. In Wirklichkeit sind die meisten Pförtner aber gleichzeitig Telephonisten, Auskunftgeber, Photokopierer und Postbesorger, so daß sie bei dauernd wechselnden Beschäftigungen wechselndem Streß ausgesetzt sind.