Schon jetzt für schlechtere Zeiten vorsorgen wollen die Betriebsräte der Adam Opel AG. Sie legten sich quer, als der Vorstand in Bochum und Rüsselsheim um Genehmigung für vier Sonderschichten im September und Oktober einkam.

Als Preis für ihre Zustimmung fordern die Betriebsräte einen Kurzarbeits-Fonds. Er soll in kommenden Flautezeiten die Einkommensverluste der Opel-Werker – zusätzlich zum gesetzlichen Kurzarbeitergeld – decken.

Bislang hatte der Vorstand lediglich drei bzw. fünf Monate lang nach der letzten Sonderschicht keine Kurzarbeit oder Entlassung garantiert. Der Rüsselsheimer Betriebsratschef Richard Heller: "Es hat keinen Sinn, solche Schutzfristen immer weiter auszudehnen und das Unternehmen, damit manövrierunfähig zu machen."

Wechsel in der Führungsspitze des Düsseldorfer Privatbankhauses C. G. Trinkaus & Burkhardt: Robert F. B. Logan, persönlich haftender Gesellschafter, kehrt in die New Yorker Citibank zurück, wo er die Leitung der Abteilung für Europa, Kanada und Australien übernimmt. Der Schotte Logan war zu Trinkaus & Burkhardt gekommen, als bei der Neuordnung der Gesellschafterverhältnisse die Citibank ihren Einfluß geltend machte. Sein Nachfolger bei Trinkaus & Burkhardt wird der bisherige Citibank-Europamanager Hans H. von Flügge.

Die Sparkasse der Stadt Berlin West unternimmt einen verbraucherfreundlichen Großversuch: Das mit acht Milliarden Mark Bilanzsumme größte Kreditinstitut am Platze verlangt für die Führung eines Privatgirokontos von sofort an und vorerst bis Ende nächsten Jahres keine Gebühren mehr. Außerdem bezahlt bis dahin die Sparkasse das Porto für je einen Kontoauszug im Monat.

Die Sparkasse will damit den bargeldlosen Zahlungsverkehr der privaten Haushalte stimulieren. Grund: Der größere Teil der Kunden kommt jährlich mit weniger als den 108 Buchungen aus, die schon bisher gebührenfrei waren. Wohl auch ein Grund: Die Berliner Bank AG, voll im Besitz des Landes Berlin und mit knapp fünf Milliarden Mark Bilanzsumme zweitgrößtes Kreditinstitut der Stadt, verlangt fürLohn- und Gehaltskonten schon seit sechs Jahren keine Gebühren.

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