Nach einem Briefwechsel zwischen dem Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Hanns-Martin Schleyer, und den Vorsitzenden der vier Bundestagsparteien hat jetzt die Kölner Arbeitgeber-Dachorganisation eine Empfehlung ausgesprochen: Danach sollen die Unternehmen in der jetzt begonnenen heißen Phase des Wahlkampfes "im Interesse des Betriebsfriedens" keine Politiker mehr in die Betriebe einladen. Bundeskanzler Helmut Schmidt hatte erklärt, wenn ihn Betriebsrat und Unternehmensleitung einladen würden, werde er zu jedem Zeitpunkt an einer Betriebsversammlung teilnehmen.

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München rechnet damit, daß der deutsche Export in diesem Jahr um real zehn Prozent, höher sein wird als im vergangenen Jahr. Zwar wird, so das Institut, die Ausfuhr in der zweiten Jahreshälfte schwächer expandieren als in der ersten, aber dennoch die Hauptstütze der Konjunktur sein. Die jüngsten Zahlen stützen die Prognose: Im Juli war die deutsche Ausfuhr mit 21,3 Milliarden Mark um zwölf Prozent höher als im Juli 1975. Der Exportüberschuß, so hat das Statistische Bundesamt errechnet, betrug dabei 2,6 Milliarden Mark.

Die dänischen Naturschutzbehörden und die dänischen Brauereien (Carlsberg, Tuborg) haben sich friedlich geeinigt: Von Ende 1981 an wird es in Dänemark kein Bier mehr in Dosen geben. Für diese Umweltschutzmaßnahme war ursprünglich eine Übergangszeit von 26 Jahren geplant gewesen.

Ein in deutsches Konsortium unter Führung der Salzgitter Industriebau GmbH hat aus Libyen einen 1,3-Milliarden-Mark-Auftrag bekommen. In Abu Kammash soll innerhalb von dreieinhalb Jahren ein Industriekombinat zur Gewinnung von Salz und der Produktion von Äthylen, Polyvinylchlorid und anderer Chemie-Produkte gebaut werden. Zu dem Konsortium gehören außerdem: die Baufirma Philipp Holzmann aus Frankfurt, die KHD Industrieanlagen AG aus Köln und die Indumont Industrie-Montage GmbH aus Bochum. xs