Durch alliiertes Gesetz wurde der alte IG Farben-Konzern aufgelöst. Die IG Farben-Aktionäre blieben aber Besitzer des "greifbaren" Vermögens sowie aller Ansprüche, die aus der Enteignung der Werksanlagen im heutigen Gebiet der DDR und im Ausland geltend gemacht werden können.

Der Gesamtbetrag der ausgegebenen Liquidationsscheine beträgt 1,36 Milliarden Reichsmark. Eine Umstellung auf D-Mark erfolgte nicht.

Die Inhaber der IG Liquidationsscheine, die an der Börse gehandelt werden, erhielten bisher Aktien der BASF, von Bayer und Hoechst, der Chemie-Verwaltung und von Rheinstahl. Außerdem gab es aus der verwerteten Masse einige Barausschüttungen. Auf diese Weise haben die IG Aktionäre bislang 99 Prozent des Liquidationsvermögens erhalten.