Ein Gesetz, das Geldanleger vor gefälschten Prospekten und irreführenden Informationen schützen soll, kurz "Vermögensanlagegesetz" genannt, bereitet die Bundesregierung vor. In einer Anfrage an die Regierung erhielt der Bundestagsabgeordnete Heinz Rapp folgende Antwort: "Für den öffentlichen Vertrieb von Anteilen an Vermögensanlagen, für die besondere gesetzliche Regelungen insbesondere aufsichtsrechtlicher Art nicht bestehen, und die schon durch ihre Stückelung für ein breites Publikum bestimmt sind, werden z. Z. in den zuständigen Bundesministerien die Vorarbeiten für eine gesetzliche Regelung zur Verbesserung des Anlegerschutzes durchgeführt. Es wird daran gedacht, die Zulässigkeit des öffentlichen Vertriebs von der Ausgabe eines Verkaufsprospektes abhängig zu machen, dessen zwingend vorgeschriebener Mindestinhalt es den Erwerbern ermöglicht, sich ein umfassendes und zutreffendes Bild von der in Betracht gezogenen Anlage zu machen. Der Verkaufsprospekt soll außerdem Grundlage für eine besondere Prospekthaftung sein, um dem Anleger eine gegenüber dem allgemeinen Haftungsrecht erleichterte Rechtsverfolgung zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen die Unternehmen zu regelmäßiger Rechnungslegung sowie Vorlage von Jahresabschlüssen und Rechenschaftsberichten verpflichtet werden."

Hypotheken wieder billiger

Die durch die Hausse auf dem Rentenmarkt eingetretene Kapitalzinssenkung ist bereits bis zu den Hypothekenkonditionen durchgeschlagen, In der Regel-werden von den Instituten höhere Auszahlungen bei Hypothekendarlehen geboten. Die gängigen Wohnungsbauhypotheken (erststellig) liegen bei Ein- oder Zweifamilienhäuser auf folgender Basis: Fünf Jahre feste Konditionen, 7,5 Prozent Zinsen, 1 Prozent Tilgung bei Auszahlungskursen zwischen 95 und 95,5 Prozent. Hypotheken mit zehn Jahre festgeschriebenen Konditionen werden beim 8,5prozentigen Typ Zu Auszahlungskursen zwischen 95,75 und 96,5 Prozent offeriert. Sparkassenhypotheken sind zu 7,5 Prozent und 1 Prozent Tilgung zu Auszahlungskursen von 98 bis 99 Prozent erhältlich.

Vorsicht bei holländischen Aktien!

Die niederländische Regierung will ein Gesetz zur Verteilung des Vermögenszuwachses verabschieden lassen. Es ähnelt den Plänen, die eine Zeitlang von der Bundesregierung unter Kanzler. Brandt verfolgt worden waren und schließlich wegen starker Bedenken hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit zu den Akten gelegt werden mußten. Da dieses Gesetz zu Lasten der jetzigen Aktionäre gehen wird, sollte man beim Kauf holländischer. Aktien zur Zeit Vorsicht walten lassen.

Schlechte Whisky-Anlage

Wer auf die Offerten englischer Maklerfirmen Eingehen will, die "alten Whisky" als Vermögensanlage anbieten, sollte auf Gutachten unabhängiger Sachverständiger nicht verzichten. Statt der steuerfreien Rendite von 15 Prozent, die manchmal in Aussicht gestellt würde, gab es in einigen Fällen herbei Enttäuschungen. Ein Londoner Makler hat sich kürzlich allen eingegangenen Verpflichtungen durch Liquidation entzogen. Unter anderem Firmennamen wirbt er weiter.