Der Aufschwung, meint das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, setzt sich fort. Die Wirtschaftsforschung, gesamtwirtschaftlichen Expansionstempos" im dritten Quartal ist nämlich für das DIW kein Zeichen für eine konjunkturelle Tendenzwende. Der deutsche Export werde weiter steigen. Zudem deute die verstärkte Kreditaufnahme in den letzten Monaten darauf hin, daß die Investitionen weiter zunähmen. Fazit des Berliner Instituts: "Auch im Falle einer Abschwächung der Lagerbildung ist daher für die nächsten Monate mit einer stetigen Expansion der Gesamtnachfrage zu rechnen."

Die Bundesrepublik ist nach wie vor das preisstabilste Land in der Europäischen Gemeinschaft. Die jüngsten Zahlen des Statistischen Amtes der EG in Luxemburg demonstrieren das: In Deutschland stieg der Index der Verbraucherpreise binnen Jahresfrist bis Juli um 4.1 Prozent, in Dänemark um 7,4, in den Niederlanden um 8,4, in Belgien um 9,2, in Frankreich um 9,4 und in Luxemburg um 9,7 Prozent. In drei EG-Ländern müssen die Konsumenten noch immer mit zweistelligen Inflationsraten leben: In Großbritannien kletterten die Verbraucherpreise in derselben Zeit um 12,9, in Irland um 16,2 und in Italien sogar um 16,5 Prozent.

Autofahren freilich wird erneut teurer. Die Kraftfahrzeug-Versicherer wollen im kommenden Jahr die Prämien erhöhen. Wie weit die Tarife heraufgesetzt werden, soll allerdings, so der Verband der Haft-, Unfall- und Kraftfahrzeugversicherer (HUK), erst nach der Bundestagswahl entschieden werden. Soviel aber steht schon fest: Die Beiträge werden im Durchschnitt um eine einstellige Prozentzahl klettern. Der HUK hält das für "maßvoll".

Die Leipziger Herbstmesse hat ihre kleine Sensation. Am Sonntag um die Mittagszeit erschien SED-Generalsekretär Erich Honecker höchstselbst auf dem kleinen Stand der Salamander AG und bestellte eine Million Paar Schuhe. Er habe bereits den zuständigen Staatssekretär angewiesen, so eröffnete der Parteichef den verdutzten Salamander-Verkäufern, den Kauf (Schätzwert: 35 bis 40 Millionen Mark) in den nächsten Wochen perfekt zu machen.

Honecker weiß, was er an Salamander-Schuhen hat: Die Kornwestheimer Schuhfabrik ist seit 18 Jahren mit den Ostdeutschen im Geschäft. Bereits vor zwei Jahren hatte sie aus der DDR einen 60-Millionen-Mark-Auftrag über zwei Millionen Paar Schuhe erhalten. In diesem Jahr gehen aus Kornwestheim wohl rund 200 000 Paar Schuhe "nach drüben". Mit den ersten Lieferungen aus dem neuen Auftrag, der etwa 12 bis 13 Prozent der Salamander-Jahreskapazität auslastet, wird das Schuh-Werk im kommenden Februar oder März beginnen.

Hausmusik ist in: Rund 44 Prozent aller bundesdeutschen Familien, so teilte der Bundesverband der Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller in der vergangenen Woche mit, haben ein Musikinstrument im Haus; vor fünf Jahren habe dieser Anteil erst bei 33 Prozent gelegen. In denselben Jahren wuchs der Umsatz der deutschen Musikinstrumenten-Industrie (1975: knapp 390 Millionen Mark) um fast zwei Fünftel. Nur ein Mißton stört das Geschäft: Allerorten fehlen Musiklehrer. xs